Die wegen des tagelangen Stromausfalls in Berlins Südwesten ausgesprochene Großschadenslage ist ab sofort beendet. Das entschied Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sechs Tage nachdem der Strom erstmals ausgefallen war. „Die Stromversorgung in Steglitz-Zehlendorf ist wieder stabil, und die Voraussetzungen für eine Großschadenslage liegen daher nicht mehr vor“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.
Das Ende der Großschadenslage bedeutet unter anderem, dass nicht länger Hilfsorganisationen nach dem Katastrophenschutzgesetz herangezogen werden können. Zudem enden Amtshilfeersuche. Drei davon war etwa an die Bundeswehr gegangen, etwa um von der Truppe Unterstützung bei der Einrichtung von Notstromaggregaten zu erhalten. Ein weiterer Amtshilfeersuch richtete sich an das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.
13.000 Haupt- und Ehrenamtliche im Einsatz
Am Samstagmorgen hatten 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbe den Anschluss an die Stromversorgung verloren. Grund dafür war ein Anschlag auf einen Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, zu dem sich eine mutmaßlich linksextreme Gruppe namens „Vulkangruppe“ bekannt hatte. Innensenatorin Spranger sowie der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprachen von Linksterrorismus. Die Stromversorgung hatte erst nach mehreren Tagen am Mittwochnachmittag wieder vollständig hergestellt werden können.
Spranger dankte beteiligten Einsatzkräften und Freiwilligen, die sich im betroffenen Gebiet einsetzten. „Mehr als 13.000 Menschen haben zur Überwindung dieser Krise beitragen, im Haupt- und Ehrenamt, Seite an Seite und über Zuständigkeitsgrenzen hinweg“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bedanke mich bei allen, die diese Lage gemeinsam bewältigt haben: Einsatzkräfte, Hilfsorganisationen, Mitarbeitende der Behörden, Energieunternehmen und vor allem die Berlinerinnen und Berliner für Geduld, Rücksicht und Zusammenhalt.“


