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Streit um Maßnahmen gegen hohe Spitpreise: Merz bestellt Klingbeil ins Kanzleramt

Die schwarz-rote Regierungskoalition ist sich über die Maßnahmen gegen die hohen Preise an den Tankstellen uneinig. Jetzt muss Vizekanzler Klingbeil offenbar ins Kanzleramt kommen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bestellt Lars Klingbeil (SPD) ins Kanzleramt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bestellt Lars Klingbeil (SPD) ins Kanzleramt.Lilli Förter/dpa

Der Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) offenbar zu einem Krisentreffen im Bundeskanzleramt einbestellt. Wie die Bild-Zeitung berichtete, ist der Grund dafür der andauernde Streit über Maßnahmen gegen die hohen Spritpreise.

Zuletzt wurde bekannt, dass Merz eine Anhebung der Pendlerpauschale auf bis zu 45 Cent pro Kilometer sowie eine Senkung der Stromsteuer prüfen lässt. Damit käme der Kanzler den Vorschlägen von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) entgegen.

Die SPD hingegen dringt vor allem auf einen flexiblen Spritpreisdeckel nach Luxemburger Vorbild. Dies lehnte Reiche zuletzt ab.

Vizekanzler Klingbeil lädt am Freitag Wirtschaft und Gewerkschaften zu einem Energiepreis-Gipfel ein. Der SPD-Chef hatte zuletzt angeregt, Bürger gezielt, zum Beispiel über eine Mobilitätsprämie, zu entlasten und das über eine Übergewinnsteuer quasi von den Energiekonzernen finanzieren zu lassen.