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Spritpreise: Diesel knackt 2,50 Euro und erreicht nächstes Rekordhoch

Auch nach Ostern setzt sich der Kraftstoff-Preisanstieg in Deutschland fort. Nach Diesel steuert auch Super E10 auf einen neuen Preisrekord zu.

Der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel hat inzwischen ein Allzeithoch von etwa 2,50 Euro erreicht.
Der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel hat inzwischen ein Allzeithoch von etwa 2,50 Euro erreicht.Rene Traut/Imago

Diesel hat am Dienstag erstmals im bundesweiten Durchschnitt die Marke von 2,50 Euro pro Liter überschritten. Direkt nach der mittäglichen Preiserhöhung ermittelte der ADAC nach dpa-Angaben am Dienstag für 12.15 Uhr einen Durchschnittspreis von 2,502 Euro – ein Anstieg von neun Cent innerhalb einer halben Stunde. Super E10 verteuerte sich um 7,6 Cent auf 2,235 Euro pro Liter.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich Iran und die USA kurz vor Ablauf des Ultimatum auf eine Waffenruhe geeinigt haben. Die Straße von Hormus werde geöffnet. Die Ölpreise gaben in Reaktion auf die Einigung deutlich nach. Dies wird auch Auswirkungen auf die Spritpreise in Deutschland haben.

Sowohl die Preissprünge als auch das Preisniveau fielen damit etwas höher aus als noch von Sonntag zu Montag, auch wenn der Anstieg des Tagesdurchschnittspreises im Vergleich zur Vorwoche geringer ausfällt.

Die Spritpreise eilen derzeit von Rekord zu Rekord. Bereits am Montag hatte Diesel im Tagesdurchschnitt mit 2,443 Euro das sechste Allzeithoch in Folge aufgestellt. Super E10 kratzte mit 2,192 Euro am historischen Höchststand – zum Rekord aus dem März 2022 fehlten nur noch 1,1 Cent.

ADAC kritisiert neues Gesetz

Seit Einführung des sogenannten Österreich-Modells am 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr anheben, Senkungen sind jederzeit erlaubt. Doch statt der erhofften Entlastung zeigt sich das Gegenteil: Im Tagesdurchschnitt hat sich E10 seither um 8,5 Cent pro Liter verteuert, Diesel sogar um mehr als 13 Cent. Im Vergleich zum letzten Tag vor Kriegsausbruch ist der Anstieg noch drastischer: gut 41 Cent bei E10 und fast 70 Cent bei Diesel.

Der ADAC sieht in der neuen Regelung keine funktionierende Preisbremse, sondern eine kontraproduktive Maßnahme. Der Automobilclub fordert das Bundeskartellamt auf, gegen überhöhte Preise einzuschreiten, und plädiert für eine vorübergehende Absenkung der Energiesteuer.