Der rund zweieinhalb Kilometer lange Tiergartentunnel in Berlin muss voraussichtlich noch mehrere Wochen lang in den Nachtstunden gesperrt bleiben. Seit vergangenem Donnerstag ist die Unterführung werktags zwischen 21.30 Uhr und 5.45 Uhr nicht befahrbar. Wie die Sprecherin der Senatsverkehrsverwaltung, Nelken, dem rbb mitteilte, liegt das an Krankheitsfällen beim Überwachungspersonal.
Tunnel dieser Länge müssen laut Vorschrift durchgehend per Kamera überwacht werden – fehlt das Personal dafür, darf der Tunnel nicht für den Verkehr freigegeben werden. Die Verwaltung rechnet damit, den Betrieb erst im Sommer wieder rund um die Uhr aufnehmen zu können.
Kurzfristige Lösung ist nicht in Sicht
Zwar würden derzeit neue Mitarbeiter für die Überwachung ausgebildet, erklärte Nelken. Bis diese jedoch einsatzbereit seien, werde noch einige Zeit vergehen. Eine kurzfristige Lösung ist demnach nicht in Sicht.
Für Pendler, die den Tunnel als Verbindung durch den Berliner Tiergarten nutzen, bedeutet die Sperrung in den Abend- und Nachtstunden Umwege über alternative Routen. Wie lange genau die Einschränkungen andauern werden, ließ die Senatsverkehrsverwaltung offen – konkret wurde lediglich der Sommer als Zielmarke genannt.


