Olympische Winterspiele

Skispringer Philipp Raimund holt Olympia-Gold

Philipp Raimund hat die zweite Goldmedaille für Deutschland bei den Olympischen Winterspielen gewonnen. Der Skispringer setzte sich gegen die Athleten aus Polen und Japan durch.

Der Skispringer Philipp Raimund
Der Skispringer Philipp RaimundSteffie Wunderl/imago

Der Skispringer Philipp Raimund hat bei den Olympischen Winterspielen in Predazzo die Goldmedaille im Skispringen von der Normalschanze gewonnen. Der 25-Jährige setzte sich mit Flügen auf 102,0 und 106,5 Meter vor dem Polen Kacper Tomasiak sowie den Japaner Ren Nikaido und den Schweizer Gregor Deschwanden durch.

Damit wurde Raimund fast auf den Tag genau acht Jahre nach dem Triumph von Andreas Wellinger in Pyeongchang zum fünften deutschen Olympiasieger im Skispringen. Zuvor hatten die DDR-Springer Helmut Recknagel (1960), Hans-Georg Aschenbach (1976) und Jens Weißflog (1984 und 1994) gesiegt. Bei den Frauen hatte Carina Voigt 2014 in Sotschi triumphiert.

Die anderen deutschen Athleten erreichten keine Medaille. Felix Hoffmann belegte den 13. Platz. Andreas Wellinger kam auf Platz 17, während Pius Paschke den 23. Platz erreichte.

Raimund: „Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe“

„Das kann einfach nichts toppen. Natürlich gibt es auch außerhalb des Sports noch wichtigere Dinge - aber ich bin einfach nur extrem stolz auf mich selbst“, sagte Raimund dem Sportsender Eurosport. „Zwei Sprünge so abzuliefern. Ich würde sagen: Ich habe im richtigen Zeitpunkt abgeliefert.“

Nach einem packenden Wettkampf bei schwierigen Bedingungen lag der nervenstarke Raimund, der schon nach dem ersten Durchgang geführt hatte, letztlich mit 274,1 Punkten umgerechnet knapp zwei Meter vor Tomasiak. Für die deutschen Skispringer war es nach einer bis dahin holprigen und sieglosen Saison ein kaum für möglich gehaltener Triumph.

Für die Springer geht es bereits an diesem Dienstag weiter. Dann steht das Mixed-Team auf dem Programm.