Sachsens SPD-Chef Henning Homann hält die Bildung einer neuen Landesregierung vor Weihnachten für möglich. Die Verhandlungen mit der CDU würden zwar schwierig werden, weil es bei vielen Punkten unterschiedliche Positionen gebe, sagte Homann der Freien Presse. „Aber wenn wir uns anstrengen und es schaffen, uns auf Sachsen zu konzentrieren, ist eine Regierungsbildung vor Weihnachten denkbar.“
Nach den gescheiterten Sondierungsgesprächen mit dem BSW wollen CDU und SPD nun über die Bildung einer Minderheitsregierung sprechen. „Die Situation in Sachsen ist sehr ernst. Alle Parteien sind jetzt gut beraten, aus ihren Schützengräben herauszukommen und gemeinsam zu überlegen, wie wir die Probleme im Land angehen können“, sagte Homann. „Darin steckt ja auch eine große Chance. Eine Minderheitsregierung würde es ermöglichen, dass man im Landtag aus diesen Ritualen zwischen Regierung und Opposition herauskommt und stärker über Inhalte Mehrheiten sucht.“
Sachsen: BSW will Minderheitsregierung nicht tolerieren
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) will indes eine mögliche Minderheitsregierung der beiden Parteien in Sachsen nicht tolerieren. Sie sehe nicht, dass diese das Land voranbringen könne, sagte die sächsische BSW-Vorsitzende Sabine Zimmermann der Sächsischen Zeitung und der Leipziger Volkszeitung.

