Bildung

Sachsen: Handyverbot an Schulen soll ausgeweitet werden

Kultusminister Clemens will private Smartphones ab dem nächsten Schuljahr auch für ältere Schüler verbieten. So will Sachsen die Medienkompetenz stärken.

In Sachsen soll bald auch für ältere Schüler ein Handyverbot gelten.
In Sachsen soll bald auch für ältere Schüler ein Handyverbot gelten.Marcus Brandt/dpa

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hat angekündigt, das bestehende Handyverbot an staatlichen Schulen deutlich auszuweiten. Nachdem private Smartphones seit diesem Schulhalbjahr bereits an Grundschulen untersagt sind, soll die Regelung ab dem kommenden Schuljahr nach den Sommerferien auch für Schüler bis einschließlich der achten Klasse gelten.

„Ich kann auf Landesebene dieses Handyverbot ausweiten. Das werde ich auch tun", sagte Clemens im Podcast Thema in Sachsen, wie die Sächsischen Zeitung berichtet. Der Minister verknüpft die Maßnahme mit der derzeit diskutierten Forderung nach einem Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren. Beides gehöre zusammen, so Clemens: „Social-Media-Verbot bis 14 Jahre. Und gleichzeitig Handyverbot bis zur achten Klasse."

Digitale Medien im Unterricht bleiben erlaubt

Als Begründung führt der CDU-Politiker an, dass Selbstbeschränkung bei der Nutzung digitaler Geräte selbst Erwachsenen schwerfalle. Es sei unrealistisch, von Elfjährigen zu erwarten, dass sie eigenverantwortlich entscheiden, wann der Konsum von Plattformen wie Instagram oder Snapchat ausreiche. „Das funktioniert so nicht", sagte Clemens.

Clemens stellte klar, dass das Verbot ausschließlich die private Nutzung betrifft. Digitale Medien sollen weiterhin gezielt im Unterricht eingesetzt werden können. Ergänzend plant das sächsische Kultusministerium die Einführung eines sogenannten Medienpasses – ein Unterrichtsmodul, in dem Schüler den verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien und Online-Spielen erlernen sollen.