Der stellvertretende Ministerpräsident von Brandenburg, Robert Crumbach, ist aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und aus der Landtagsfraktion ausgetreten. Dies erklärte er am Montagmittag. Das Amt des Finanzministers will er offenbar beibehalten.
Das BSW, das seit Dezember 2024 in Brandenburg gemeinsam mit der SPD regiert, steckt seit Wochen in der Krise. Zunächst gab es Streit über den neuen Rundfunkstaatsvertrag, dem das BSW nicht zustimmen wollte.
Im November kam es beim BSW auch intern zum Streit. Im November traten vier Abgeordnete aus der Partei aus. Sie begründeten dies unter anderem mit „autoritären Tendenzen“ in der Partei. Melanie Matzies und Reinhard Simon traten aber wieder ein. Die Abgeordneten Jouleen Gruhn und André von Ossowski blieben bei ihrem Austritt, wollen die Fraktion jedoch nicht verlassen.
Im November forderte der stellvertretende Fraktionschef Christian Dorst Crumbach dazu auf, freiwillig aus der Fraktion auszuscheiden. „Ich halte Herrn Crumbach weiterhin für einen guten Finanzminister, aber für ein völlig ungeeignetes Fraktionsmitglied“, so Dorst.


