Rüstungswirtschaft

Rüstungskonzern Rheinmetall verlässt das Land: Jetzt kommen die Wasserdrohnen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall erweitert seine Geschäftsfelder. Am kürzlich übernommenen Hamburger Standort sollen zukünftig unbemannte Wasserfahrzeuge gefertigt werden.

Rheinmetall zielt auf eine Erweiterung seiner Geschäftsfelder ab.
Rheinmetall zielt auf eine Erweiterung seiner Geschäftsfelder ab.Lukas Müller / dpa

Rheinmetall treibt seine Expansion in neue Rüstungssegmente voran. Wie der Düsseldorfer Konzern bekannt gab, plant er die Entwicklung und Produktion unbemannter Überwasserfahrzeuge – sogenannter Wasserdrohnen. Herzstück des Vorhabens ist das Boot K3 Scout, das gemeinsam mit dem Partner Kraen Technology im Rahmen eines Joint Ventures gebaut werden soll.

Als Fertigungsstandort ist wohl die Norderwerft in Hamburg vorgesehen. Diese gehört zur NVL Group, die Rheinmetall erst kürzlich übernommen hat. Mit dem Einstieg in die unbemannte Marinetechnik erweitert der Konzern sein Portfolio über das klassische Heeresgeschäft hinaus und positioniert sich als breit aufgestellter Verteidigungsanbieter.

Rheinmetall auf breitem Expansionskurs

Der Schritt in die maritime Drohnentechnologie fügt sich in eine umfassende Wachstumsstrategie ein. So ist Rheinmetall unter anderem auch an einem Bündnis von Rüstungskonzernen beteiligt, das den Aufbau eines Satellitennetzwerks für die Bundeswehr zum Ziel hat. Der Konzern verfolgt damit eine konsequente Diversifizierung seines Geschäfts über verschiedene militärische Domänen hinweg – von Land über See bis in den Weltraum.