Der Verkehrsbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat angekündigt, zukünftig eine von fünf stündlichen Verbindungen zwischen dem Hauptbahnhof und dem Flughafen BER zu streichen. Grund dafür seien zahlreiche Verspätungen im Knoten Berlin, weil im Nord-Süd-Tunnel aus Sicht der zuständigen Bahn-Tochter DB InfraGo derzeit zu viele Züge unterwegs seien, teilte die VBB mit.
„In diesem Kontext unterstützen die Länder Berlin und Brandenburg kurzfristig und zeitlich begrenzt eine Angebotsanpassung und Reduktion der bestellten Kapazitäten im Verkehr von und zum Flughafen BER.“
Änderung beim VBB: Verbindung fällt noch bis Mai aus
Konkret heißt das, dass die Linie RE20, die bislang stets zur vollen Stunde zwischen dem BER und dem Hauptbahnhof unterwegs ist, entfällt. Die Linie RE20 wurde erst zum Dezember 2025 eingeführt. Der Ausfall soll ab dem 23. Februar gelten.
Der Flughafenexpress (FEX) fährt weiterhin viermal pro Stunde, nun aber an den Minuten 0, 22, 37 und 52 statt wie bisher an den Minuten 7, 22, 37 und 52.
Die Maßnahme soll bis zum 30. April dieses Jahres andauern. An diesem Tag sollte ursprünglich die laufende Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin beendet sein. Vor wenigen Tagen kündigte die Bahn allerdings an, dass dieser Termin infolge der Witterung nicht zu halten sei. Erst am 13. März will der bundeseigene Konzern mitteilen, wann auf der Strecke wieder Züge fahren können. Der VBB hält dennoch an diesem Datum fest.
Der Verkehrsverbund komme bei der Beurteilung der Pünktlichkeit im südlichen Berliner Knoten zu anderen Befunden und Problemlagen als die InfraGo, hieß es weiter. „Es ist bereits jetzt erkennbar, dass für eine Erhöhung der Pünktlichkeit im Nord-Süd-Tunnel die dortige Infrastruktur mittel- und langfristig noch einmal an das lange geplante und bekannte Angebotskonzept angepasst werden muss.“ Die aktuelle Reduzierung des Regionalverkehrs dürfe nur temporär sein.


