Mit der Wahl von Laura Fernández in dem mittelamerikanischen Land Costa Rica setzt sich eine Serie konservativ-rechter Wahlsiege in der Region fort – nach Chile und Bolivien.
Die Politikwissenschaftlerin und ehemalige Stabschefin von Präsident Rodrigo Chaves hat nach vorläufigen Ergebnissen klar gewonnen. Sie erreichte als Kandidatin der Souveränen Volkspartei (PPSO) rund 48 Prozent der Stimmen, wie das oberste Wahlgericht nach Auszählung fast aller Stimmen mitteilte. Für einen Erfolg bereits im ersten Wahlgang sind in Costa Rica mindestens 40 Prozent erforderlich.
Hohe Wahlbeteiligung in Costa Rica
Auf dem zweiten Platz landete der Ökonom Álvaro Ramos von der sozialdemokratischen Nationalen Befreiungspartei mit gut 33 Prozent. Insgesamt bewarben sich 20 Kandidatinnen und Kandidaten in dem mittelamerikanischen Staat um die Nachfolge von Präsident Rodrigo Chaves. Etwa 3,7 Millionen Menschen waren wahlberechtigt, die Beteiligung wohl bei knapp unter 70 Prozent. Parallel wurden 57 Parlamentssitze vergeben.
Laura Fernández plant als neue Präsidentin von Costa Rica vor allem Kontinuität zur Politik ihres Mentors Rodrigo Chaves. Die 39-Jährige will dessen strikte Sicherheitspolitik im Land fortsetzen. Sie plant, entschieden gegen Drogenkriminalität und Banden vorzugehen sowie ein Hochsicherheitsgefängnis zu bauen. Klares Vorbild hierfür sei Präsident Nayib Bukeles in El Salvador.
Kriminalität: 900 Tötungsdelikte in einem Jahr
Das strenge Durchgreifen in Sicherheitsthemen ist auf die in den letzten drei Jahren angestiegene Kriminalitätsrate zurückzuführen. Im Jahr 2023 gab es mit mehr als 900 Tötungsdelikten einen Höchststand, wie die Konrad-Adenauer-Stiftung berichtete. Laut Laura Fernandéz ist dieser auf den massiven Anstieg des Drogenhandels zurückzuführen.
