Silvester

Razzia bei Zwölfjährigem: Berliner Polizei findet illegale Böller und Waffenarsenal

Die Polizei geht derzeit verstärkt gegen den illegalen Handel mit Feuerwerk vor und kontrolliert dabei auch im Internet. Nun wurden die Beamten in einem Kinderzimmer fündig.

Bodo Marks/dpa

Die Berliner Polizei hat bei einem Einsatz zahlreiche Waffen und verbotenes Feuerwerk gefunden. Wie die Polizei in einem Beitrag auf Facebook mitteilte, gingen die Beamten in eine Wohnung, in der der mutmaßliche Betreiber eines Instagram-Accounts leben sollte.

Der Instagram-Account lief auf den Namen des Vaters – genutzt wurde er jedoch offenbar von seinem 12-jährigen Sohn. Im Zimmer des Jungen fanden unsere Einsatzkräfte zahlreiche gefährliche Gegenstände. Der Junge gab an, dass sie ihm gehörten.

Die Polizei fand ein Messer, zwei Schlagringe, eine Schreckschusswaffe mit Zubehör sowie verbotene Pyrotechnik. Der Vater soll sich von der Durchsuchung unbeeindruckt gezeigt haben. Die Polizei wurde laut eigenen Angaben über die sozialen Medien auf das Arsenal aufmerksam, wo dieses angeboten wurde.

Neukölln: Polizei findet weitere verbotene Böller

Zudem fand die Polizei bei einem Mann in Berlin-Neukölln über zweihundert verbotene Feuerwerkskörper, eine Schreckschusswaffe und Hunderte Patronen. Der Mann wird verdächtigt, über soziale Netzwerke mit illegalem Feuerwerk gehandelt zu haben, wie die Polizei auf Facebook mitteilte. Demnach fanden die Einsatzkräfte über 200 sogenannte Vogelschrecke, bei denen es sich um Feuerwerk der Kategorie F4 handelt. Alle Gegenstände könnten bei falscher Handhabung schwere Verletzungen verursachen, hieß es weiter.

Die Polizei entdeckte auch zehn nicht gekennzeichnete Feuerwerksraketen und knapp 1.500 Euro Bargeld. Pyrotechnik der Kategorien F3 und F4 darf nur mit besonderer behördlicher Erlaubnis gekauft und abgebrannt werden. Im normalen Handel ist Silvester-Feuerwerk der Kategorien F1 und F2 zu haben.

Die Polizei geht zurzeit verstärkt gegen den illegalen Handel mit Feuerwerk vor und kontrolliert dabei auch im Internet. Die Beamten riefen dazu auf, kein Feuerwerk aus dubiosen Internetquellen oder über soziale Medien zu kaufen.