Cyberkriminalität

Elon Musk wird vorgeladen: Razzia bei Plattform X in Paris

Die Büroräume der Plattform des Tech-Milliardärs werden am Dienstag durchsucht. Hintergrund sind mutmaßlich manipulierte Algorithmen.

Ermittler der französischen Polizei durchsuchen am Dienstag die Büroräume der Plattform X in Paris.
Ermittler der französischen Polizei durchsuchen am Dienstag die Büroräume der Plattform X in Paris.Christophe Ena/AP

Ermittler der französischen Staatsanwaltschaft haben am Dienstag die Büroräume der Plattform X von Milliardär Elon Musk durchsucht. Wie die französische Staatsanwaltschaft mitteilte, sind die Durchsuchungen Teil von im Januar diesen Jahres eröffneten Ermittlungen gegen die Plattform.

Wie die Staatsanwaltschaft auf der Plattform X mitteilte, ist auch Europol und die Cyberkriminalitäts-Einheit der französischen Polizei involviert. Weiter kündigte die Staatsanwaltschaft an, den offiziellen Account auf der Plattform X nicht weiter zu betreiben.

X-Algorithmen sollen manipuliert worden sein

Bei den Durchsuchungen geht es um mutmaßlich manipulierte Algorithmen. Zuvor soll es einen Hinweis gegeben haben, demzufolge voreingenommene Algorithmen in X wahrscheinlich die Funktionsweise eines automatisierten Datenverarbeitungssystems verzerrt hätten.

„Die Durchführung dieser Untersuchung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt Teil eines konstruktiven Ansatzes mit dem Ziel, letztendlich die Konformität der Plattform X mit den französischen Gesetzen zu gewährleisten, da sie auf nationalem Gebiet tätig ist“, so die Staatsanwaltschaft.

Im Zuge von Ermittlungen gegen das soziale Netzwerk seien außerdem Vorladungen an Elon Musk sowie die frühere X-Geschäftsführerin Linda Yaccarino zur Vernehmung am 20. April in der französischen Hauptstadt verschickt worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit.

Die französische Staatsanwaltschaft führt bereits längere Ermittlungen gegen X. Im Sommer 2025 wuren Ermittlungen wegen des Verdachts der auf Manipulation des Plattform-Algorithmus zum Zweck ausländischer Einflussnahme, eingeleitet. Unter anderem ging es dabei auch um den X-Chatbot Grok und die Erstellung von kinderpornografischen Inhalten auf der Plattform.