Nach dem iranischen Raketenangriff auf Israel am Dienstagabend ist bei propalästinensischen Demos in Berlin-Wedding und am Kottbusser Tor in Kreuzberg Jubel ausgebrochen. „Raketen auf Israel abgeschossen“, rief ein Mann am Leopoldplatz im Wedding, woraufhin zahlreiche Teilnehmer trommelten, jubelten und zum Teil klatschten. Es waren auch die Rufe „Widerstand“ und „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) zu hören. Mehrere Teilnehmer der Kundgebung schwenkten Palästinensertücher sowie die palästinensische und die libanesische Flagge, wie Augenzeugen berichten.
Sieben Strafanzeigen wurden gestellt. Ermittelt werde unter anderem wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, sagte eine Sprecherin der Polizei am Morgen. Eine Polizistin sei mit einem Gegenstand am Kopf getroffen worden, aber im Dienst geblieben. Den Angaben nach kam es zu vier freiheitsbeschränkenden Maßnahmen.
Versammlungsleiter beendet Demo am Kottbusser Tor
Bei einer Demo am Kottbusser Tor in Kreuzberg sei es „schon beim Verlesen der Beschränkungen zu untersagten Ausrufen“ gekommen, schrieb die Polizei auf der Plattform X. „Unsere Einsatzleitung forderte den Versammlungsleiter auf, auf die Teilnehmenden einzuwirken. Kurz darauf wurden erneut untersagte Parolen skandiert.“ Der Versammlungsleiter habe die Demonstration beendet.
Auf einer kurzfristig angezeigten Versammlung heute Abend am #KottbusserTor, kam es schon beim Verlesen der Beschränkungen zu untersagten Ausrufen. Unsere Einsatzleitung forderte den Versammlungsleiter auf, auf die Teilnehmenden einzuwirken. Kurz darauf wurden erneut untersagte…
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) October 1, 2024
Irans Revolutionsgarden hatten nach eigenen Angaben über 100 Raketen auf Israel abgefeuert. Der Angriff sei eine Vergeltung für die Tötung von Hamas-Auslandschef Ismail Hanija, Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah sowie eines iranischen Generals, hieß es. Im Zentrum und anderen Orten Israels schlugen laut Armee einige Geschosse ein.

