Sportwagenhersteller

Porsche in der Krise: Schlechte Zahlen sind kein reines China-Problem

Der Autobauer Porsche verkauft deutlich weniger Sportwagen. Besonders dramatisch ist die Entwicklung im China-Geschäft.

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche bleibt weiter in der Krise.
Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche bleibt weiter in der Krise.Jan Woitas/dpa

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche hat im vergangenen Jahr weltweit rund 280.000 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Das entspricht einem Rückgang von etwa zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr, als noch gut 311.000 Sportwagen ausgeliefert wurden, wie der SWR berichtet.

Besonders dramatisch entwickelte sich das Geschäft in China: Dort sanken die Auslieferungen um 26 Prozent. Der asiatische Markt, der lange als Wachstumsmotor für europäische Premiumhersteller galt, erweist sich damit als größte Schwachstelle in der Bilanz des Unternehmens.

Porsche verweist auf Modellwechsel und bewusste Strategie

Auch auf dem Heimatmarkt lief es für Porsche schlecht. In Deutschland gingen die Verkäufe um 16 Prozent zurück, in Europa insgesamt um 13 Prozent. Einzig Nordamerika erwies sich als stabiler Anker: Dort blieben die Auslieferungen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Konzern begründet die rückläufigen Zahlen mit mehreren Faktoren. Modellwechsel und Angebotslücken bei einzelnen Baureihen hätten die Verfügbarkeit eingeschränkt. Zudem habe man bewusst eine zurückhaltende Verkaufsstrategie verfolgt und auf Preisnachlässe verzichtet.

Wie der Autokonzern mitteilt, habe der Klassiker 911 einen Auslieferungsrekord erzielt. Auch sei der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge am Gesamtabsatz gewachsen.