OpenAI wird in den kommenden Wochen erstmals Werbeanzeigen in seinem KI-Chatbot ChatGPT einführen. Die Tests starten zunächst in den USA und richten sich an erwachsene Nutzer der kostenlosen Version sowie des neuen günstigen „Go“-Abonnements, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Die Anzeigen sollen am Ende der Chatbot-Antworten erscheinen und deutlich als Werbung gekennzeichnet sein. Nutzer der kostenpflichtigen Abonnements Plus, Pro und Enterprise bleiben werbefrei. Minderjährige werden keine Werbung sehen, ebenso wenig erscheinen Anzeigen bei sensiblen Themen wie Politik, Gesundheit oder psychischer Gesundheit.
OpenAI betonte, dass die Antworten des Chatbots nicht von Werbetreibenden beeinflusst würden. Das Unternehmen werde „niemals“ Nutzerdaten an Werbepartner verkaufen.
Altman ändert Kurs bei Werbefinanzierung
CEO Sam Altman hatte in der Vergangenheit Vorbehalte gegen Werbung in ChatGPT geäußert und gewarnt, dies könne das Vertrauen der Nutzer beschädigen. In einem Podcast-Auftritt im November erklärte er jedoch, OpenAI werde Werbung „irgendwann“ ausprobieren – auch wenn er nicht glaube, dass dies die größte Einnahmequelle des Unternehmens werde.
Der Schritt könnte OpenAI helfen, seine ambitionierten Ausgaben zu finanzieren. Das Unternehmen schloss im Jahr 2025 Infrastrukturverträge im Wert von mehr als 1,4 Billionen US-Dollar ab. Altman erklärte im November, OpenAI sei auf dem Weg, einen Jahresumsatz von 20 Milliarden Dollar zu erreichen.
Digitale Werbung ist seit Jahren die wichtigste Einnahmequelle für Tech-Konzerne wie Google und Meta. OpenAI kündigte an, das Feedback der Nutzer auszuwerten und die Werbedarstellung entsprechend anzupassen.


