Die Stadt Dresden hat im vergangenen Jahr so viel Geld durch Geschwindigkeits- und Rotlichtkontrollen eingenommen wie nie zuvor. Insgesamt flossen rund 8,7 Millionen Euro in die Stadtkasse – ein Rekord. Im Vorjahr waren es noch 7,7 Millionen Euro gewesen. Das geht aus einer Anfrage von CDU-Stadtrat Denny Schneider an die Verwaltung hervor.
Die 24 fest installierten Blitzanlagen in Dresden erfassten knapp 77.000 Tempoverstöße sowie 1600 Rotlichtsünder. Die Behörden verhängten dafür Bußgelder in Höhe von fast 3,7 Millionen Euro. Zusätzlich schossen mobile und teilstationäre Geräte über 112.000 Fotos und brachten mehr als fünf Millionen Euro ein.
Super-Blitzer refinanzieren sich vielfach
Besonders ertragreich erwiesen sich die beiden mobilen Blitzer-Anhänger, die das Ordnungsamt seit April letzten Jahres an wechselnden Standorten einsetzt. Diese sogenannten Super-Blitzer lösten zusammen 47.000 Mal aus und generierten Einnahmen von 2,1 Millionen Euro. Laut dem Ersten Bürgermeister Jan Donhauser (CDU) betragen die jährlichen Mietkosten pro Anhänger rund 56.000 Euro. Die Geräte haben sich damit um ein Vielfaches refinanziert.
Die mobilen Anlagen kommen laut Rathaus bevorzugt in der Nähe von Schulen, Pflegeheimen oder stark befahrenen Straßen zum Einsatz. Häufig standen sie im Umkreis des Stresemannplatzes in Striesen – allein auf der Lipsiusstraße an 33 Tagen.
Den gravierendsten Verstoß des Jahres registrierten die Behörden im Tunnel am Wiener Platz: Ein Fahrzeug wurde dort mit 137 Stundenkilometern gemessen – 87 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit.
Vandalismus ohne größere Auswirkungen
Trotz 16 registrierter Fälle von Sachbeschädigung an den Blitzer-Anhängern – darunter Aufkleber und Farbbesprühungen – blieb der Betrieb weitgehend ungestört. Die Schäden konnten durch Reinigungsarbeiten beseitigt werden.
Für das kommende Jahr plant das Rathaus eine weitere Ausweitung der Kontrollen: Ab Sommer soll ein dritter Blitzer-Anhänger angemietet werden.


