Mehrere Menschen haben sich am Freitagmorgen vor die Einfahrt und an den Zaun eines Werksgeländes in der Scheringstraße in Berlin-Gesundbrunnen (Bezirk Mitte) geklebt. Wie die Berliner Polizei auf der Plattform X mitteilte, wurden die Einsatzkräfte gegen acht Uhr alarmiert.
Das Werksgelände in der Scheringstraße wurde von einem ehemaligen Autozulieferer-Standort in eine Rüstungsproduktionsstätte von Rheinmetall umgewandelt.
Protest gegen Rheinmetall-Werk Ende März
Bei den Personen handelt es sich um Aktivsten der Gruppe „Peacefully against Genocide“. Auf Instagram teilte die Gruppe Informationen zu den Hintergründen der Aktion. „In der Fabrik soll ab Mitte des Jahres Munition für großkalibrige Waffen produziert werden - Waffen, die Rheinmetall auch an Israel liefert und damit den Völkermord in Palästina und die Angriffe auf den Libanon und den Iran ermöglicht“, so die Gruppe in einem Beitrag. Für Samstag rief die Gruppe zu einem „Kiez-Rise-Up“ vor dem Werksgelände auf.
Derzeit läuft ein Polizeieinsatz in der Scheringstr. in #Gesundbrunnen. Hier haben sich gegen 8 Uhr sieben Personen vor die Einfahrt und an den Zaun eines Werksgeländes geklebt. Unsere Kräfte, einschließlich unserer 1. TEE sind vor Ort und lösen derzeit die Personen.
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) April 10, 2026
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Insgesamt waren laut Polizei sieben Personen an der Aktion beteiligt. Mittlerweile konnten die Personen gelöst werden, dabei zogen sie sich zum Teil leichte Verletzungen an den Händen zu und wurden vor Ort durch Rettungskräfte behandelt. Die Personalien der sieben Personen wurden von der Polizei festgestellt und Platzverweise ausgesprochen.
Unter anderem würden Strafermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz, Hausfriedensbruchs, Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

