Polizeieinsatz

Mitte: Aktivisten kleben sich vor Berliner Rheinmetall-Werk fest

Am Freitagmorgen kleben sich Aktivisten vor die Einfahrt und an den Zaun des Werks. Die Protestaktion steht im Zusammenhang mit dem Krieg in Nahost.

Vor dem Rheinmetall-Werk haben sich am Freitagmorgen Aktivisten festgeklebt.
Vor dem Rheinmetall-Werk haben sich am Freitagmorgen Aktivisten festgeklebt.Sebastian Gollnow/dpa

Mehrere Menschen haben sich am Freitagmorgen vor die Einfahrt und an den Zaun eines Werksgeländes in der Scheringstraße in Berlin-Gesundbrunnen (Bezirk Mitte) geklebt. Wie die Berliner Polizei auf der Plattform X mitteilte, wurden die Einsatzkräfte gegen acht Uhr alarmiert.

Das Werksgelände in der Scheringstraße wurde von einem ehemaligen Autozulieferer-Standort in eine Rüstungsproduktionsstätte von Rheinmetall umgewandelt.

Protest gegen Rheinmetall-Werk Ende März

Bei den Personen handelt es sich um Aktivsten der Gruppe „Peacefully against Genocide“. Auf Instagram teilte die Gruppe Informationen zu den Hintergründen der Aktion. „In der Fabrik soll ab Mitte des Jahres Munition für großkalibrige Waffen produziert werden - Waffen, die Rheinmetall auch an Israel liefert und damit den Völkermord in Palästina und die Angriffe auf den Libanon und den Iran ermöglicht“, so die Gruppe in einem Beitrag. Für Samstag rief die Gruppe zu einem „Kiez-Rise-Up“ vor dem Werksgelände auf.

Insgesamt waren laut Polizei sieben Personen an der Aktion beteiligt. Mittlerweile konnten die Personen gelöst werden, dabei zogen sie sich zum Teil leichte Verletzungen an den Händen zu und wurden vor Ort durch Rettungskräfte behandelt. Die Personalien der sieben Personen wurden von der Polizei festgestellt und Platzverweise ausgesprochen.

Unter anderem würden Strafermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz, Hausfriedensbruchs, Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Es ist nicht der erste Protest an dem Werksgelände in der Scheringstraße. Ende März kletterten vier Personen auf das Dach des Gebäudes der Rheinmetall Waffe Munition GmbH.  Dabei ließen sie rote Farbe an der Fassade herunterlaufen lassen und zeigten Palästina-Flaggen. Zudem entrollten sie ein Banner mit der Aufschrift „Genozid in Palästina mit deutschen Waffen“.