Politik

Erstes Telefonat: Merz will, dass Trump nach Deutschland kommt

Nach zwei Tagen im Amt sprechen Kanzler Friedrich Merz und Donald Trump das erste Mal miteinander. Darum ging es im Telefonat.

Bundeskanzler Friedrich Merz
Bundeskanzler Friedrich MerzMike Schmidt/imago

Zwei Tage nach seinem Amtsantritt hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ein erstes Telefonat mit US-Präsident Donald Trump geführt. Das Gespräch dauerte ungefähr 30 Minuten. Beide seien sich dabei einig gewesen, „die Handelsstreitigkeiten rasch beilegen zu wollen“, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Donnerstagabend mit. Sie hätten zudem „eine enge Zusammenarbeit mit dem Ziel einer Beendigung des Krieges in der Ukraine“ vereinbart.

Merz teile die Forderung des US-Präsidenten, „dass das Töten in der Ukraine ein rasches Ende finden müsse“, hieß es weiter. „Russland müsse nun einem Waffenstillstand zustimmen, um Raum für Verhandlungen zu schaffen.“ Trump sagte den deutschen Regierungsangaben zufolge, er werde die deutschen Bemühungen gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien, Polen und den anderen europäischen Partnern „um einen dauerhaften Frieden nachdrücklich unterstützen“.

Merz hat Trump nach Deutschland eingeladen

Bei dem Telefonat habe Trump Merz zum Amtsantritt als Bundeskanzler gratuliert, teilte Kornelius weiter mit. Merz habe Trump versichert, 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieben die USA „unverzichtbarer Freund und Partner Deutschlands“. Beide vereinbarten den Angaben zufolge „einen engen Austausch und kündigten wechselseitige Besuche in den USA und in Deutschland“. Merz habe Trump nach Deutschland eingeladen. Trump habe signalisiert, dass er sich einen solchen Besuch vorstellen könne.

Das Telefonat lief offenbar besser als gedacht. Zuvor hatte Merz Trump für seine Sympathien für die AfD kritisiert. Am Dienstag hatte Merz noch gesagt, die US-Regierung verbreite derzeit „absurde Betrachtungen der Bundesrepublik Deutschland.“ Aus der deutschen Innenpolitik müsse sich die US-Regierung „heraushalten“.