Bayern

Markus Söder erneut zum CSU-Parteichef gewählt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bleibt auch weiter Chef der CSU. Beim Parteitag holte er sein bisher schlechtestes Wahlergebnis.

Bayerns Ministerpräsident und erneut bestätigter CSU-Chef Markus Söder.
Bayerns Ministerpräsident und erneut bestätigter CSU-Chef Markus Söder.IMAGO/Revierfoto

Markus Söder ist auf dem Parteitag der CSU mit 83,6 Prozent erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. Er holte damit bei seiner fünften Wahl sein bisher schlechtestes Ergebnis. 2023 hatte Söder noch 96,6 Prozent der Delegiertenstimmen geholt. Bei seinem Amtsantritt Anfang 2019 hatte Söder 87,4 Prozent der Stimmen erhalten, im darauffolgenden Herbst 91,3 Prozent. 2021 waren es 87,6 Prozent. Bayerns Ministerpräsident erhielt bei der diesjährigen Abstimmung ohne Gegenkandidaten auf dem Parteitag in München 531 von 635 gültigen Stimmen.

In seiner Grundsatzrede auf dem Parteitag hatte Söder die CSU und andere Parteien zu einem gemeinsamen Kampf gegen Bedrohungen aus dem In- und Ausland aufgerufen. „Wir werden angegriffen wie nie. Unser Wohlstandsmodell, unser Sozialstaatsmodell, unser Demokratiemodell. Es ist Zeit, uns zu wehren“, sagte der bayerische Ministerpräsident.

„Vieles steht auf tönernen Füßen. Was früher unbestreitbar war, das wackelt heute.“ Die Politik müsse die Ängste der Menschen vor Abstieg, Altersarmut und einer unsicheren Zukunft ernst nehmen und das Land vor Bedrohungen aus dem In- und Ausland „anders schützen als bisher“. Die CSU sei nicht bereit, das Land den Radikalen zu überlassen.

Zudem schloss er eine Zusammenarbeit mit der AfD erneut aus und bezeichnete sie als „Bücklinge und Hofnarren Putins“. „Die AfD will ein anderes Land, eine andere Gesellschaft.“ Die AfD habe ein anderes Staats- und Freiheitsverständnis. „Wir dürfen kein Helferlein werden, wir dürfen kein Steigbügelhalter werden.“ Ein AfD-Verbotsverfahren lehnte Söder weiter ab: „Das bringt nichts.“ Man müsse die AfD vielmehr inhaltlich stellen.