USA

Tödliche Schüsse auf CEO: Luigi Mangione droht die Todesstrafe

Luigi Mangione wird beschuldigt, den CEO von UnitedHealthcare, Brian Thompson, getötet zu haben. Auf Druck des Justizministeriums droht ihm nun die Todesstrafe.

Mutmaßlicher CEO-Mörder Luigi Mangione
Mutmaßlicher CEO-Mörder Luigi MangioneSteven Hirsch/AFP

Ein Bundesgericht in New York hat am Donnerstag Anklage in vier Punkten gegen den mutmaßlichen Mörder Luigi Mangione erhoben, unter anderem wegen Mordes mit einer Schusswaffe. Im Falle einer Verurteilung droht ihm nun die Todesstrafe. Mangione wird beschuldigt, dem CEO von United Healthcare, Brian Thompson, am 4. Dezember 2024 heimlich vor dem Hilton in Midtown Manhattan gefolgt zu sein und ihn anschließend erschossen zu haben.

US-Justizministerin Pamela Bondi hatte sich bereits für die Todesstrafe gegen den mutmaßlichen Täter ausgesprochen. Anfang des Monats wies Bondi die Staatsanwaltschaft in Washington an, im Prozess gegen den Angeklagten Luigi Mangione die Kapitalstrafe zu fordern. Die Ministerin sprach von einem „geplanten, kaltblütigen Mord, der Amerika schockiert hat“.

Mangiones Anwältin wirft der Trump-Regierung vor, den Prozess zu beeinträchtigen

Mangione ist sowohl auf US-Bundesebene als auch auf Ebene des Bundesstaates New York angeklagt, am 4. Dezember in Manhattan den Chef des Krankenversicherungskonzerns UnitedHealthcare, Brian Thompson, auf offener Straße erschossen zu haben. Justizministerin Bondi nannte Thompson einen „unschuldigen Mann und Vater von zwei jungen Kindern“. Der 26-jährige Mangione hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und auf nicht schuldig plädiert.

Die Tötung Thompsons sorgte in den USA für Entsetzen. Allerdings gab es im Internet auch eine Serie hasserfüllter Kommentare über US-Krankenversicherer. Den Konzernen wurde vorgeworfen, sich auf Kosten der Patienten zu bereichern. Die Ermittler fanden nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass Mangione aus Hass auf das US-Gesundheitssystem gehandelt haben könnte.

Mangiones Verteidigerin, Karen Friedman Agnifilo, argumentierte in einem in der vergangenen Woche eingereichten Antrag, dass die vor der Anklageerhebung gegen ihren Mandanten abgegebene Erklärung von Bondi unangemessen gewesen sei und das Verfahren beeinträchtigt habe. Zudem forderte sie das Gericht auf, die Staatsanwaltschaft daran zu hindern, die Todesstrafe zu beantragen. (mit AFP)