Für Lufthansa wird 2026 ein besonderes Jahr – und das soll auch am Himmel sichtbar sein. Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum der ersten Lufthansa lässt die Fluggesellschaft gleich sechs Jets aus unterschiedlichen Teilflotten in eigenen Jubiläumsdesigns lackieren, wie Aerotelegraph berichtet.
Den Anfang macht eine Boeing 787-9. Der Dreamliner trägt einen tiefblauen Rumpf, auf dem ein großflächiger weißer Kranich prangt. Dessen ausgreifende Flügel gehen optisch in die Tragflächen über – ein Symbol, das laut Lufthansa Bewegung, Eleganz und den Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft darstellen soll.
Links am Rumpf ist prominent die Zahl 100 angebracht, rechts der Schriftzug 1926 / 2026. Auch an der Unterseite findet sich eine große 100.
Neben dem Dreamliner sollen schrittweise weitere Modelle in diesem Design lackiert werden. Damit erhält jede Teilflotte der Lufthansa ein eigenes Jubiläumsflugzeug.
Bis Herbst 2026 soll dann die komplette Sonderflotte in Betrieb sein – und weltweit Aufmerksamkeit für das Jubiläumsjahr erzeugen, betont Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter.
Kranich-Logo als Symbol für Sicherheit und Pioniergeist
Für Lufthansa ist das Projekt weit mehr als ein Designexperiment. Der Kranich, 1918 von Otto Firle entworfen, gehört zu den ältesten und bekanntesten Markenzeichen der Luftfahrt.
„Er steht für Sicherheit, Pioniergeist und Zuverlässigkeit“, so Ritter. Die Sonderlackierungen sollen diese Werte sichtbar machen und zugleich die Menschen im Konzern würdigen, die die Airline durch ein Jahrhundert Luftfahrtgeschichte getragen haben.
Zum Jubiläum entsteht in Frankfurt zudem ein neues Besucherzentrum direkt neben der Konzernzentrale. Dort präsentiert Lufthansa eine Lockheed Super Star und eine Junkers Ju-52.
Auch wenn das 100-jährige Jubiläum kommendes Jahr stattfindet, betont die heutige Lufthansa ausdrücklich, nicht Rechtsnachfolgerin der Lufthansa von 1926 zu sein, zu deren Geschichte auch die Gräuel des Nationalsozialismus gehören.
Die moderne Lufthansa entstand aus einer Neugründung von 1953 und nahm 1955 den Flugbetrieb auf. Mit den Sonderlackierungen möchte sie nun ihre lange Tradition als Pionier der Luftfahrt würdigen und zugleich den Blick nach vorne richten.


