Demonstrationen

Letzte Generation: Berlins Polizeichefin will Klima-Kleber fünf Tage wegsperren

Aufgrund der vielen Proteste fordert Barbara Slowik eine härtere Gangart. Um Widerholungstaten zu verhindern, sollen Aktivisten mehrere Tage in ein Gewahrsam. 

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik bei einer Pressekonferenz 
Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik bei einer Pressekonferenz Christoph Soeder/dpa

Mit Blick auf Blockaden durch Klimaaktivisten plädiert Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik für die Möglichkeit eines Gewahrsams von fünf Tagen. „Es geht darum, sich wiederholende Straftaten durch Gruppen zu verhindern“, sagte Slowik dem Tagesspiegel (Samstag online). Eine Frist von fünf Tagen würde helfen, die Zahl möglicher Protestierer zu dezimieren. Derzeit sind in Berlin zwei Tage sogenannter Präventivgewahrsam möglich.

Slowik sagte, infrage käme der Gewahrsam auch zur Verhinderung von Straftaten bei Veranstaltungen, die über einen längeren Zeitraum andauern, etwa für Hooligans bei Fußballturnieren, bei der Gefahr von Anschlägen oder bei häuslicher Gewalt.

Slowik traf sich mit Klima-Aktivisten der Letzten Generation

Sie habe sich mit Vertretern der Klimagruppe Letzte Generation getroffen, berichtete Slowik. „Es war ein gutes Gespräch, ich habe aber sehr deutlich gemacht, dass ich inhaltlich und über die Motivation der Gruppe in keiner Weise diskutieren werde.“

Die Gruppe versucht seit etwa zehn Tagen nach eigenen Angaben, Berlin „zum Stillstand zu bringen“. Sie fordert dringende Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die Polizei registrierte nach ersten Angaben seitdem etwa 80 Straßenblockaden und leitete 708 Straf- und 431 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.