Der mittlere Bruttojahresverdienst in Deutschland ist im Jahr 2025 um 1907 Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies gab das Statistische Bundesamt am Mittwoch bekannt. Die obersten zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten überschritten die Marke von 100.000 Euro. Auffällig ist auch der Unterschied zwischen Ost und West.
Der Medianwert für den Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen lag den Daten zufolge im vergangenen Jahr bei 54.066 Euro. 2024 waren es noch 52.159 Euro und somit knapp 2000 Euro weniger. Der Median bedeutet in diesem Fall, dass 50 Prozent der Vollzeitbeschäftigten über diesem Wert liegen und 50 Prozent darunter. Er wird angegeben, weil der Durchschnitt durch besonders hohe Verdienste stark beeinflusst wird. Dieser liegt bei 64.441 Euro für 2025.
Die obersten zehn Prozent verdienten dem Statistischen Bundesamt zufolge 100.719 Euro oder mehr, im Vorjahr waren es noch 97.680 Euro. Die untersten zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten kamen auf höchstens 33.828 Euro.
Ostdeutschland klar im Nachteil
Auffällig ist der große Unterschied zwischen Ost und West: Die östlichen Bundesländer (ohne Berlin) verzeichnen im Median einen Bruttojahresverdienst in Höhe von 46.013 Euro für 2025, im alten Bundesgebiet (einschließlich Berlin) waren es im selben Zeitraum 55.435 Euro – ein beachtlicher Unterschied von 9422 Euro.
Die Daten werden auch nach Branchen aufgeschlüsselt, wobei die Energieversorgung sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen vorne liegen. Dort überschreitet der Medianwert für den Bruttojahresverdienst jeweils 75.000 Euro. Am schwächsten schneiden das Gastgewerbe, die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei ab. Hier liegt der Median jeweils bei unter 36.000 Euro bei den Vollzeitbeschäftigten.


