Berlins Wirtschaft hat in 2025 zugelegt. Während die Hauptstadt mit einem preisbereinigten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,1 Prozent den Bundesschnitt von 0,2 Prozent deutlich übertraf, schrumpfte Brandenburgs Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mit. Berlin erreichte damit die dritthöchste Wachstumsrate aller Bundesländer in 2025 und setzt einen Trend fort, der seit 2013 anhält.
Getragen wurde das Berliner Wachstum vor allem von den Dienstleistungsbranchen (plus 0,9 Prozent), insbesondere den Bereichen Information und Kommunikation (plus 2,7 Prozent) sowie öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit (plus 1,7 Prozent). Gegen den bundesweiten Trend legte auch das produzierende Gewerbe um 1,3 Prozent zu, das Baugewerbe sogar um 3,1 Prozent. Gebremst wurde die Entwicklung durch die Finanz- und Versicherungsdienstleister (minus 2,1 Prozent).
Brandenburgs Industrie zieht die Wirtschaft nach unten
In Brandenburg brach das Produzierende Gewerbe um 4,0 Prozent ein. Hauptverantwortlich war das verarbeitende Gewerbe mit einem Minus von 5,8 Prozent – bundesweit lag der Rückgang nur bei 1,0 Prozent. Auch das Baugewerbe schrumpfte um 2,9 Prozent. Einen stärkeren Einbruch verhinderten die Dienstleistungsbereiche mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent.
Im Außenhandel zeigten sich beide Länder stark: Berlins Exporte stiegen um 6,1 Prozent auf 18,1 Milliarden Euro, Brandenburgs um 2,6 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Hauptstadtregion ging leicht um 0,2 Prozent auf 3,33 Millionen zurück. Positiv entwickelten sich die Löhne: Nach Abzug der Inflation blieben reale Zuwächse von 2,9 Prozent in Berlin und 1,8 Prozent in Brandenburg.
Große Unterschiede bei ostdeutschen Bundesländern
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlichte auch die Zahlen zur Veränderung des preisbereinigten BIP in anderen Bundesländern. In Ostdeutschland gibt es dabei große Unterschiede: Während Sachsen und Sachsen-Anhalt wie Brandenburg jeweils ein Minus von 0,2 Prozent verzeichnen, legt Thüringen um 0,4 Prozent zu. Mecklenburg-Vorpommern hatte den Daten zufolge mit 1,4 Prozent Wachstum sogar die am stärksten wachsende Wirtschaftsleistung aller Bundesländer im vergangenen Jahr.


