USA

Nach antisemitischen Posts auf X: Kanye West verkauft Hakenkreuz-Shirts

Der US-Rapper fiel zuletzt durch eine Tirade antisemitischer Beiträge auf. Nun verkauft er über sein Modelabel mit einem Hakenkreuz bedruckte T-Shirts.

US-Rapper Kanye West fällt immer wieder durch Kontroversen auf.
US-Rapper Kanye West fällt immer wieder durch Kontroversen auf.Kamil Krzaczynski/dpa

Der US-Amerikanische Rapper Kanye West hat in den vergangenen Tagen für einige Schlagzeilen gesorgt. Auf der Plattform X postete er am Freitag einen Beitrag, der lautete: „Ich liebe Hitler, was jetzt Bitches“. Um seine Ansichten zu untermalen, verkauft er nun auf der Seite seines Modelabels ein T-Shirt mit Hakenkreuz.

Der Artikel ist als einziges auf der Website zu kaufen. Unter dem Titel „HH–01“ - wohinter sich möglicherweise der Code für den Hitlergruß versteckt, verkauft er ein weißes T-Shirt mit einem schwarzen Hakenkreuz für knapp 20 Euro.

Kanye West: „Ich liebe Hitler“

Von Marcus Weingärtner

07.02.2025

Nicht zum ersten Mal fällt West durch antisemitische Aussagen auf. Bereits 2022 beendeten die Modeunternehmen Balenciaga und Adidas ihre Zusammenarbeit mit dem Rapper, nachdem der antisemitische Tiraden in den sozialen Medien gepostet hatte. In einem Interview Anfang Dezember 2022 mit Alex Jones für das rechtsradikale Onlineportal „InfoWars“ erklärte West, er „mag Hitler“. Im Jahr darauf entschuldigte er sich zwar für seine Aussagen, doch folgten zu Beginn dieses Jahres neue Tiraden.

In Deutschland ist das Tragen eines Hakenkreuzes verboten. Zu den in Paragraf 86 des Strafgesetzbuches genannten „Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen“ gehören Hakenkreuze, aber auch der stilisierte Totenkopf der SS oder Grußformeln wie „Heil Hitler“. In den Vereinigten Staaten ist das Tragen eines Hakenkreuzes nicht per se verboten.