Deutschland hat das kälteste Weihnachtsfest seit 15 Jahren erlebt. Die Temperaturen lagen an den Feiertagen so tief wie zuletzt im Jahr 2010. Und das eisige Wetter hält wohl weiter an. Zum Jahreswechsel erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) einen markanten Kälteeinbruch. In einigen Regionen Deutschlands seien Tiefstwerte bis minus 20 Grad möglich.
Die anhaltende Glätte hat teilweise dramatische Folgen. In Berlin kam es allein in der gestrigen Nacht zu mehr als 560 Unfällen. Zahlreiche Personen wurden dabei verletzt. Allein auf der Märkischen Allee ereigneten sich auf einer Brücke binnen kürzester Zeit gleich fünf Unfälle. Die Polizei vermutet die Ursache dieser Häufung in der extremen Glätte.
Auch in Brandenburg kam es zu zahlreichen Unfällen. So führte Glatteis am Potsdamer Krankenhaus Ernst von Bergmann zu einem „Massenanfall von Verletzten“, wie das Krankenhaus mitteilte. Zeitweise mussten bis zu 86 Patienten gleichzeitig in der Rettungsstelle versorgt werden. Zur Bewältigung der Lage wurde zusätzliches Personal hinzugezogen.
Ausblick auf Silvester - Kälte und vielleicht Schnee
Meteorologen rechnen auch in den kommenden Tagen mit frostigen Temperaturen. „Zum Start in die neue Woche wird die Luftmasse zunehmend kälter, denn dann flutet Kaltluft polaren Ursprungs Deutschland von Norden her“, erklärte DWD-Meteorologe Marcel Schmid. Vereinzelt könne es weiterhin zu überfrierender Nässe und damit zu Glatteis kommen. Zum Jahreswechsel erwarten die Wetterexperten Tiefstwerte bis minus 20 Grad. Ob es schneit, sei aber trotzdem offen. Am wahrscheinlichsten sei Sprühregen in Kombination mit Kälte.


