Freiheit

Julian Assange: Anonymer Bitcoiner spendet fast 500.000 Dollar für Freiflug

Nach zwölf Jahren verließ der Wikileaks-Gründer Julian Assange Großbritannien auf einem Privatjet. Größten Teil der Kosten übernahm ein großzügiger Spender.

Der Freiheitsflug von Julian Assange war besonders kostspielig: 520.000 US-Dollar.
Der Freiheitsflug von Julian Assange war besonders kostspielig: 520.000 US-Dollar.Mick Tsikas/Imago/AAP

Im Fall Julian Assange kam es am Montag zu einer unerwarteten Wende. Der Gründer von Wikileaks wurde nach fünf Jahren Haft und zwölf Jahren in Unfreiheit entlassen.

Ein Privatjet brachte den Journalisten von Großbritannien nach Saipan, auf die Nördlichen Marianeninseln, ein US-Gebiet, wo Assange eine Vereinbarung mit den USA unterzeichnete. Die Reise in die Freiheit erwies sich für den Aktivisten jedoch als besonders kostspielig: 520.000 Dollar soll Assange nun zahlen. Ein anonymer Spender soll den Betrag jedoch bereits ausgezahlt haben. 

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Assange sei verpflichtet, den Betrag der australischen Regierung zurückzuzahlen, erklärte die Gefährtin des Aktivisten, Stella Assange, in einem Beitrag auf X. Dem 52-Jährigen seien für seine Rückkehr nach Hause keine kommerziellen Fluggesellschaften erlaubt gewesen. Assanges Ehefrau eröffnete somit online eine Spendensammlung und bat die Community um Hilfe bei der Zahlung der Reisekosten.

Bereits zehn Stunden, nachdem Stella Assange den Spendenlink geteilt hatte, soll ein anonymer Spender allein praktisch die gesamten Reisekosten gedeckt haben. Acht Bitcoins wurden auf das Konto überwiesen, das von Stella eingerichtet wurde, etwa 485.000 US-Dollar, berichtet die Kryptowebseite Cointelegraph. Bisher hat der Wikileaks-Gründer zudem über 380.000 Dollar an Fiat-Spenden erhalten.

Assange erschien am 26. Juni vor einem Bezirksgericht in Saipan, wo er sich schuldig bekannte, gegen das umstrittene US-Spionagegesetz verstoßen zu haben, indem er geheime Dokumente leakte.

Die Reise wurde so geplant, dass Assange keinen Fuß auf amerikanischen Boden setzen musste. Mit dieser Schuldanerkennung wurde Assange zu fünf Jahren und zwei Monaten Haftstrafe verurteilt, die er jedoch bereits abgesessen hatte. Dadurch verließ er den Gerichtssaal als freier Mann.