USA

Verspätete Aktenfreigabe: Viele Epstein-Dokumente weiterhin geschwärzt

Das Justizministerium veröffentlicht überfällige Akten zum Fall des Sexualstraftäters. Aber viele Passagen bleiben weiterhin geschwärzt.

Das Justizministerium veröffentlicht weitere drei Millionen Akten zum Fall des Sexualstraftäters Epsteins.
Das Justizministerium veröffentlicht weitere drei Millionen Akten zum Fall des Sexualstraftäters Epsteins.ALEX WROBLEWSKI / AFP

Das US-Justizministerium hat einen weiteren Teil seiner Ermittlungsakten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein freigegeben. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche sprach bei einer Pressekonferenz von mehr als drei Millionen Dokumentenseiten, darunter über 2000 Videos und 180.000 Fotos.

Die Veröffentlichung erfolgt mit erheblicher Verspätung. Ein vom US-Kongress verabschiedetes Gesetz, der sogenannte Epstein Files Transparency Act, hatte die Regierung verpflichtet, nahezu alle Akten bis zum 19. Dezember offenzulegen. Diese Frist ließ das Ministerium verstreichen. Zur Begründung hieß es, Anwältewürden noch die Unterlagen prüfen, um den Schutz von Persönlichkeitsrechten der Opfer zu wahren.

Kurz vor Weihnachten hatte das Ministerium bereits Zehntausende Seiten veröffentlicht. Viele dieser Dokumente waren allerdings entweder bereits öffentlich bekannt oder weitgehend geschwärzt.

Schwärzungen offiziell nur zum Schutz der Opfer

Auch die nun freigegebenen Akten enthalten nach Angaben von Blanche zahlreiche Schwärzungen. Diese dienten dem Schutz persönlicher Angaben der Epstein-Opfer, erklärte der stellvertretende Justizminister.

Ob die neuen Dokumente weitere Details zu Kontakten bekannter Persönlichkeiten wie dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump oder dem ehemaligen Präsidenten Bill Clinton enthalten, bleibt offen. Beide bestreiten, von Epsteins Missbrauch minderjähriger Mädchen gewusst zu haben. (mit AFP)