Israel und die USA haben Angriffe auf den Iran gestartet. Das teilte Verteidigungsminister Israel Katz laut israelischen Medien mit. „Der Staat Israel hat einen Präventivschlag gegen den Iran durchgeführt, um Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen“, sagt er.
Laut US-Präsident Donald Trump handelt es sich um „umfangreiche Angriffe“, wie er in einem Video sagte, das auf seiner Plattform Truth Social veröffentlicht wurde. Ziel sei es demnach, das amerikanische Volk zu verteidigen, indem man die unmittelbare Bedrohung durch die iranische Führung beseitige.
Trump: Iran wird nie eine Atomwaffe haben
US-Streitkräfte führten einen „massiven und andauernden Einsatz durch“, um zu verhindern, dass durch diese „radikale Diktatur“ die nationalen Sicherheitsinteressen der USA bedroht würden.
Trump kündigte an, die Raketen des Irans zu vernichten. „Wir werden ihre Marine vernichten“, sagte er weiter. Man werde sicherstellen, dass der Iran keine Atomwaffe haben werde. „Sie werden nie eine Atomwaffe haben“, betonte er. Die iranische Führung werde bald lernen, dass man die Stärke der US-Streitkräfte nie herausfordern sollte.
Trump forderte die Revolutionsgarden, iranischen Streitkräfte und Polizeikräfte zudem auf, ihre Waffen niederzulegen. Er stellte in diesem Falle vollständige Immunität in Aussicht. Andernfalls würden sie einem sicheren Tod entgegensehen.
An das iranische Volk gewandt sagte Trump: „Die Stunde eurer Freiheit ist gekommen.“ Die Menschen sollten in Sicherheit bleiben und ihre Häuser nicht verlassen. Bomben würden fallen. „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung.“
Videos sollen Explosionen in Teheran zeigen
Über der iranischen Hauptstadt Teheran waren nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP am Samstagmorgen mehrere dicke Rauchsäulen zu sehen gewesen. AFP-Journalisten berichteten zudem über ein Dröhnen über der Stadt, dessen Ursache zunächst nicht klar war. In den sozialen Medien kursierten die ersten Videos, die Explosionen in Teheran zeigen sollen.
Die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete, dass eine der Rauchsäulen in der Nähe eines Viertels im Zentrum zu sehen sei, in dem sich die Residenz des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, sowie das Präsidentenamt befinden.
Auch in Isfahan und weiteren iranischen Städten hätten Angriffe stattgefunden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Israel attacks Tehran pic.twitter.com/O4pToFlvR2
— Ali Hashem علي هاشم (@Alihashem) February 28, 2026
Israel in Ausnahmezustand versetzt
Katz erklärte zudem, er habe einen „sofortigen Ausnahmezustand im gesamten Land“ ausgerufen. Das israelische Heimatfrontkommando der Armee forderte die Zivilbevölkerung auf, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten und nicht zwingend notwendige Reisen zu unterlassen. Die Warnung sei ein „proaktiver Alarm“, um die Bevölkerung auf möglichen Raketenbeschuss vorzubereiten, erklärte die Armee. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehe jedoch noch keine Notwendigkeit, die Schutzräume aufzusuchen.
Während der Bekanntgabe ertönten laut der Times of Israel landesweit Sirenen. In einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung gab die israelische Armee bekannt, dass ab dem heutigen Morgen um 8 Uhr eine Änderung der Verteidigungsrichtlinien des Heimatfrontkommandos in Kraft tritt. Demnach wird das gesamte Land von der Stufe „voller Aktivität“ auf die Stufe „essenzielle Aktivität“ herabgesetzt.
Bildungseinrichtungen bleiben demnach in Israel geschlossen, Versammlungen sind untersagt, und die Bevölkerung soll nur dann zur Arbeit erscheinen, wenn sie in einem als essenziell eingestuften Wirtschaftssektor tätig ist. Die Armee rief die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Anweisungen des Heimatfrontkommandos über offizielle Kanäle zu verfolgen.
Die israelische Regierung setzte zudem den zivilen Flugverkehr von und nach Israel aus, wie die israelische Flughafenbehörde mitteilt.
Trump war „unzufrieden“ mit Verhandlungen
Am Vortag hatte sich US-Präsident Donald Trump unzufrieden über die aktuellen Verhandlungen mit dem Iran geäußert. Er sei „nicht begeistert“ über den Verlauf der Gespräche über ein neues Atomabkommen, sagte Trump am Freitag in Washington. „Ich bin nicht glücklich darüber, dass sie nicht bereit sind, uns zu geben, was wir haben müssen“, sagte Trump zu Journalisten über die letzte Gesprächsrunde mit Teheran. „Wir wollen keine Atomwaffen für den Iran, und sie sagen diese goldenen Worte nicht.“
Teheran beharrt darauf, dass sein Atomprogramm ausschließlich zivilen Zwecken diene. Im vergangenen Juni hatten Israel und der Iran einen zwölftägigen Krieg gegeneinander geführt. Dabei hatten die USA an der Seite Israels eingriffen und iranische Atomanlagen bombardiert.
In den vergangenen Wochen bauten die USA ihre Militärpräsenz in der Region deutlich aus. Trump drohte dem Iran mehrfach mit einem Angriff und setzte Teheran eine Frist bis Anfang März, um sich mit Washington auf ein neues Abkommen zum iranischen Atom- und Raketenprogramm zu einigen.

