Nahostkrieg

Irans Währung Rial fällt auf historisches Tief

Die iranische Landeswährung Rial ist auf einen Tiefstand gefallen. Die US-Seeblockade während der brüchigen Waffenruhe verschärft die wirtschaftliche Lage in dem Land.

Irans Währung ist auf ein Rekordtief abgesackt.
Irans Währung ist auf ein Rekordtief abgesackt.Atta Kenare/AFP

Die US-Seeblockade setzt die iranische Wirtschaft weiter unter Druck. Die iranische Währung Rial ist nach Angaben der Wechselkurs-Webseiten Bonbast und AlanChand auf einen historischen Tiefstand gegenüber dem US-Dollar gefallen. Auf dem Schwarzmarkt würden derzeit rund 1,8 Millionen Rial für einen Dollar gehandelt, berichteten die beiden Portale, die als Referenz für inoffizielle Kurse gelten.

Bei Kriegsbeginn vor zwei Monaten lag der Kurs noch bei etwa 1,7 Millionen Rial je Dollar, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete.

Offiziell verfügt der Iran über mehrere fixierte Wechselkurse. In den ersten Wochen des am 28. Februar begonnenen Krieges war der Rial laut der Nachrichtenagentur AP weitgehend stabil geblieben, auch weil kaum gehandelt und importiert wurde. Vor zwei Tagen habe die Währung dann begonnen nachzugeben.

Seeblockade trifft Staatseinnahmen

Die Seeblockade der USA während der Waffenruhe habe den Druck auf die ohnehin angeschlagene iranische Wirtschaft erhöht, berichtete AP weiter. Durch das Stoppen oder Abfangen von Öltransporten werde eine zentrale Quelle für Staatseinnahmen und Devisen abgeschnitten.

Fachleute warnten laut AP, dass der Kursverfall die Inflation weiter anheizen dürfte. In dem Land seien viele Importwaren von Lebensmitteln und Medikamenten bis zu Elektronik und Rohstoffen vom Dollarkurs abhängig. In den vergangenen zwei Wochen seien die Preise unter anderem für Milch, Joghurt, Speiseöl, Brot, Reis, Käse und Waschmittel gestiegen.

Im Januar hatten im Iran landesweite Proteste stattgefunden, nachdem der Rial binnen einer Woche von rund 1,4 auf 1,6 Millionen je Dollar abgesackt war. Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif erklärte am Mittwoch nach AP-Angaben, seine Regierung setze die Bemühungen fort, die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nach einer ersten direkten Gesprächsrunde am 11. April abzubauen.