Nahost

Irans Präsident fordert „Garantien“ bei Beendigung des Krieges

Der iranische Präsident Massud Peseschkian signalisiert eine grundsätzliche Bereitschaft für ein Ende des Krieges. Der Iran habe jedoch Bedingungen.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian
Der iranische Präsident Massud PeseschkianShadati/XinHua/dpa

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat seine grundsätzliche Bereitschaft für ein Ende des Krieges signalisiert. „Wir haben den nötigen Willen, um den Konflikt zu beenden“, sagte Peseschkian am Dienstag in einem Telefonat mit EU-Ratspräsident António Costa. Jedoch fordere der Iran „notwendige Garantien, um eine Wiederholung der Aggression zu verhindern“.

Zu den Bedingungen für ein Kriegsende gehören laut Peseschkian auch finanzielle Entschädigungen sowie eine klare Festlegung der Verantwortlichkeiten für den Krieg. Costa erklärte auf X, die aktuelle Lage im Nahen Osten sei „äußerst gefährlich“. Die EU sei bereit, „zu allen diplomatischen Bemühungen beizutragen“.

Trump: Straße von Hormus wird sich voraussichtlich „von selbst öffnen“

US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag gegenüber der New York Post, er rechne mit einem baldigen Ende der Angriffe. „Wir werden nicht mehr lange dort sein. Wir machen sie gerade platt“, sagte er demnach. Die Straße von Hormus werde sich dann voraussichtlich „von selbst öffnen“, so der US-Präsident.

„Sollen die Länder, die die Straße nutzen, sie doch öffnen“, fügte er hinzu. Trump hatte verbündete Länder und die Nato in der Vergangenheit mehrfach dafür kritisiert, dass sie sich nicht an einem Einsatz zur Öffnung der Straße von Hormus beteiligen wollten.

Das Wall Street Journal hatte berichtet, dass Trump bereit sei, den Krieg auch ohne eine Öffnung er Meerenge zu beenden. Auf eine Frage nach dem Bericht sagte er laut New York Post: „Ehrlich gesagt, denke ich darüber nicht nach. Meine einzige Aufgabe war es, sicherzustellen, dass sie keine Atomwaffe besitzen.“

Einem Reuters-Bericht zufolge fielen die Brent-Futures für Juni um mehr als drei Dollar auf 103,69 Dollar pro Barrel, nachdem sich Berichte über Peseschkians mutmaßliche Gesprächsbereitschaft verbreiteten. Gleichzeitig steuerten die Brent-Futures im März auf einen Rekordanstieg von 64 Prozent zu, hieß es. (mit AFP)