Die Stimmungslage in ist im Januar weiterhin negativ. Wie das ifo-Institut in Dresden mitteilte, senkten die rund 1.700 befragten Unternehmen ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Der ifo-Geschäftsklima-Index Ostdeutschland steht damit weiterhin auf Stagnation.
Mit knapp 90 Punkten liegt der Index weiterhin deutlich unter der Referenzmarke von 100 Punkten, die dem Durchschnitt des Jahres 2015 entspricht. Ein Überschreiten dieser Marke würde deutliches Wachstum signalisieren. Der aktuelle Wert zeigt eine stagnierende bis schrumpfende Wirtschaft.
Dienstleistungssektor verliert seine Sonderrolle
Besonders auffällig ist die Entwicklung im Dienstleistungssektor. Dieser galt in den vergangenen Monaten als stabilisierender Faktor. Im Januar kühlte sich das Geschäftsklima dort laut ifo-Institut spürbar ab: Die Unternehmen zeigten sich weniger zufrieden mit der laufenden Geschäftslage und senkten ihre Erwartungen merklich.
Im Handel trübte sich die Stimmung ebenfalls ein. Während der Großhandel seine Lagebeurteilung verbesserte, schätzte der Einzelhandel die laufenden Geschäfte schlechter ein und senkte seine Erwartungen spürbar.
Einzig das Verarbeitende Gewerbe hellte sich zwar deutlich auf, aber die allgemeine Erwartung ist nach wie vor pessimistisch. Nur jetzt etwas weniger düster. Die ostdeutsche Wirtschaft verharrt damit insgesamt auf krisenhaftem Niveau, ohne dass ein einzelner Sektor nachhaltige Erholung signalisiert.


