Geschichte

Hohenzollerngruft im Berliner Dom wieder offen: Besucher stehen Schlange

Nach sechs Jahren Sanierung ist eine der größten Grablegen Europas wieder eröffnet. Hunderte warten am Tag der offenen Tür auf Einlass. Morgen ist die offizielle Einweihung.

Die Hohenzollerngruft des Berliner Doms ist ab heute wieder eröffnet.
Die Hohenzollerngruft des Berliner Doms ist ab heute wieder eröffnet.IMAGO / epd

Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom ist nach sechs Jahren Bauzeit und mehr als einem Jahrzehnt Planung wieder zugänglich. Der Berliner Dom hat darum heute einen Tag der offenen Tür. Der Eintritt ist kostenlos.

Bereits seit heute Vormittag standen mehrere hundert Menschen an, um die frisch sanierte Gruft auf der Museumsinsel zu besichtigen. Bis 17:00 Uhr werden noch Besucher in den Dom gelassen.

In der rund 1400 Quadratmeter großen Gruft ruhen 91 Sarkophage aus fünf Jahrhunderten, darunter die des ersten Preußenkönigs Friedrich I. und seiner Frau Sophie Charlotte. Damit zählt sie zu den größten dynastischen Grablegen Europas.

Zur Feier des Tages wurde Erbsensuppe gereicht. Das sei eine Anspielung auf die Domweihe von 1905, als Kaiser Wilhelm II. im Lustgarten Suppe ausschenken ließ, wie Domprediger Stefan Scholpp erläuterte.

29 Millionen Euro für Klimaschutz und Barrierefreiheit

Die Gruft war 2020 geschlossen worden, weil steigende Besucherzahlen das Raumklima belasteten. Feuchtigkeit und Wärme führten zu Schimmelbefall an den historischen Särgen. Die 29 Millionen Euro teure Sanierung umfasst nun eine neue Klimaanlage, einen überarbeiteten Rundgang sowie einen Aufzug für barrierefreien Zugang.

Am Sonntag folgt um 10 Uhr ein Festgottesdienst. Bei diesem werden Kulturminister Wolfram Weimer und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner Grußworte sprechen. Ab Montag wird der Dom wieder regulär geöffnet sein.