Handballmeister

Gestohlen oder verbummelt: Fuchs, wo war die Meisterschale?

Sie ist wieder da. Die Meisterschale der Handball-Bundesliga. Vermisste Trophäe der Füchse Berlin lag monatelang hinter Kartons in der eigenen Geschäftsstelle.

Diese Meisterschale war verschollen.
Diese Meisterschale war verschollen.IMAGO/Oliver Zimmermann

Die verschwundene Meisterschale des deutschen Handball-Meisters Füchse Berlin ist wieder da – und zwar an einem Ort, an dem wohl niemand zuerst gesucht hätte: im Keller der eigenen Geschäftsstelle. Mitarbeiter des Vereins entdeckten die Trophäe bei einer Inventur hinter Kartons, wie Geschäftsführer Bob Hanning gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Der Fund ereignete sich bereits im Februar, doch der Verein hielt sich bis jetzt bedeckt. Der Grund: Die Polizei musste ein zweites Mal Beweise am Fundort sichern.

Im November vergangenen Jahres war die Schale aus den Räumen der Geschäftsstelle am Berliner Gendarmenmarkt verschwunden. Die Füchse erstatteten damals Anzeige wegen Diebstahls. Laut Hanning hatten die Täter einen Generalschlüssel sowie einen Transponder genutzt, um sich Zugang zu verschaffen.

Verdächtige gefasst, doch die Trophäe blieb zunächst unauffindbar

Etwa zwei Monate nach dem Diebstahl konnte die Polizei zwei Verdächtige fassen. Bei den anschließenden Durchsuchungen blieb die Meisterschale allerdings unauffindbar. Zeitweise ging man davon aus, dass die Trophäe eingeschmolzen worden sein könnte. Nach aktuellem Ermittlungsstand liegt die Vermutung nahe, dass die Täter die Schale im Keller der Geschäftsstelle versteckten, um sie zu einem späteren Zeitpunkt abzutransportieren – dazu kam es offenbar nicht mehr.

Liga-Chef Frank Bohmann hatte den Füchsen bereits eine Ersatztrophäe zugesagt. Diese wird nun nicht mehr benötigt. „Der Auftrag wurde storniert", sagte Hanning.