Erdgaspipeline

Gerhard Schröder im Untersuchungsausschuss: Altkanzler verteidigt Bau von Nord Stream 2

In Mecklenburg-Vorpommern befasst sich ein Untersuchungsausschuss mit Nord Stream 2. Altkanzler Schröder erklärte den Bau in der Ostsee für „weiterhin richtig“.

Altkanzler Gerhard Schröder
Altkanzler Gerhard SchröderJens Büttner

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat den Bau der Erdgaspipelines Nord Stream 2 verteidigt. Vor einem Untersuchungsausschuss des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern sagte Schröder, er halte den Bau durch die Ostsee für „weiterhin richtig“. Es sei darum gegangen, die deutsche Energieversorgung von Atom- und Kohleenergie unabhängiger zu machen sowie Erdgas „zu vernünftigen Preisen“ aus Russland zu bekommen.

Die damalige wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland nannte Schröder „Friedenspolitik“, und so sollte sie laut Schröder auch heute noch bezeichnet werden. Für ihn habe es keinen Grund gegeben, von der „bewährten Zusammenarbeit“, die seine Vorgänger im Amt des Bundeskanzlers in der Energiepolitik mit Russland eingeleitet hätten, abzuweichen. Einwände zum Beispiel aus Polen gegen den Bau durch die Ostsee „interessierten mich nicht“, sagte Schröder. Die Pipeline sei so geplant worden, „weil wir keine Interventionen anderer Länder wollten“.

Berliner Zeitung

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