„Generation Deutschland“

AfD-Jugendverbände gründen sich in Berlin und Brandenburg: Proteste angekündigt

Nach der Auflösung der Jungen Alternative ist die Generation Deutschland die neue AfD-Jugendorganisation. Nach und nach werden neue Länderverbände gegründet.

Fabian Jank ist der neue Vorsitzende der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in Brandenburg.
Fabian Jank ist der neue Vorsitzende der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in Brandenburg.Christophe Gateau/dpa

Die AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland gründet am Samstag gleich zwei neue Landesverbände. Bei der Gründungsversammlung in Königs Wusterhausen in Brandenburg wurde Fabian Jank als Landesvorsitzender gewählt.

„Wir müssen junge Leute schulen, politisch, sportlich, charakterlich“, sagte er in seiner Bewerbungsrede. „Wir sind Preußen, wir wollen es nicht umsonst gewesen sein.“

In Brandenburg versammelten sich laut Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) etwa 100 Menschen, um gegen die AfD-Jugendorganisation zu protestieren.

Früherer JA-Chef soll auch Generation Deutschland anführen

In Berlin soll der Landesvorstand am Nachmittag gewählt werden. Für Berlin soll der frühere Leiter der „Jungen Alternative“, Martin Kohler, auch den Vorsitz der neuen AfD-Jugend übernehmen. Er ist Beisitzer im AfD-Landesvorstand und Jugendbeauftragter der Landespartei. Kohler ist zudem Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf und kandidiert bei der Wahl am 20. September für das Berliner Abgeordnetenhaus.

Die konstituierende Versammlung in der AfD-Bundesgeschäftsstelle im Bezirk Reinickendorf wurde von Protest begleitet. Die Polizei sprach von etwa rund 120 Demonstrantinnen und Demonstranten. Absperrgitter schirmten das AfD-Gebäude ab.

Die Generation Deutschland wurde im November vergangenen Jahres in Gießen gegründet. Sie folgt der aufgelösten Jungen Alternative (JA), die vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft worden war. Anders als die JA ist die neue Jugendorganisation vollständig in die AfD eingebunden. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als rechtsextrem ein.

Bei der neuen AfD-Jugendorganisation ist nach Ansicht der Bundesregierung keine Mäßigung gegenüber der aufgelösten Vorgängerorganisation zu erkennen. Das Innenministerium schrieb auf eine Anfrage aus der Grünen-Bundestagsfraktion, auf der Gründungsversammlung habe es Äußerungen gegeben, die als tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gewertet würden. Außerdem seien Verbindungen von Mitgliedern der Generation Deutschland zu anderen extremistischen Organisationen bekannt.