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Gemeinden nahe Flughafen BER: Petition gegen Fluglärm an Brandenburger Landtag übergeben

Es geht um weniger Kurzstarts am Hauptstadtflughafen. Die Flugzeuge fliegen zu niedrig über Wohngebiete.

Mehrere Gemeinden nahe dem Flughafen BER in Schönefeld haben dem Brandenburger Landtag eine Petition gegen Fluglärm übergeben.
Mehrere Gemeinden nahe dem Flughafen BER in Schönefeld haben dem Brandenburger Landtag eine Petition gegen Fluglärm übergeben.Patrick Pleul/zb/dpal

Mehrere Gemeinden in der Nähe des Flughafens BER in Schönefeld haben eine Petition gegen Fluglärm an den Brandenburger Landtag übergeben. Rund 7000 Menschen haben das Dokument unterzeichnet. Es muss nun im Petitionsausschuss des Landtags geprüft werden.

Im Kern richtet sich die Petition gegen die Praxis sogenannter Kurzstarts. Bei diesem Verfahren rollen Flugzeuge nicht wie üblich am Anfang der Startbahn los, sondern setzen erst ab der Mitte der Bahn an. Das verkürzt den Rollweg, spart den Fluggesellschaften Kerosin und Zeit – hat aber eine direkte Auswirkung auf die Anwohner der umliegenden Gemeinden: Die Maschinen erreichen beim Überflug der Ortschaften eine deutlich geringere Flughöhe als bei einem Start vom Bahnanfang, was die Lärmbelastung für die Betroffenen spürbar erhöht.

Die Unterzeichner fordern deshalb, die Zahl dieser Kurzstarts zu reduzieren.

Der Konflikt zwischen den wirtschaftlichen Interessen des Flughafenbetriebs und dem Ruhebedürfnis der Anwohner ist nicht neu. Die Gemeinden rund um den BER sind seit der Eröffnung des Hauptstadtflughafens im Oktober 2020 mit wachsendem Flugverkehr konfrontiert. Die Kurzstarts verschärfen die Situation zusätzlich, da sie den Vorteil kürzerer Abfertigungszeiten und geringeren Treibstoffverbrauchs auf Kosten der Anwohner erzielen.