Trotz leerer Füllstände bei den Gasspeichern sind die Preise zuletzt deutlich gesunken. Wie aus Daten des Vergleichsportals Verivox hervorgeht, aus dem der Sender n-tv zitiert, senkten Verbraucher die Preise bereits im Januar.
Zu Beginn des Jahres lagen die Speicherstände bereits deutlich unter dem Niveau der Vorjahre. Doch der durchschnittliche Neukundenpreis für Haushalte mit 20.000 Kilowattstunden (kWh) Jahresverbrauch sank zeitweise auf unter 8 Cent pro kWh.
Niedrige Füllstände bei Gasspeichern: Ministerin gelassen
Damit ist der Preis rund 20 Prozent weniger als zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr. Am 9. Februar 2026 waren die Gasspeicher zuletzt laut Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE/AGSI) nur noch zu 26,99 Prozent gefüllt – so wenig wie seit der Energiekrise 2022 nicht mehr. Ende Januar lagen die Speicherstände noch bei mehr als 41 Prozent.
Der Chefanalyst der Energiemarktberatung Montel, Tobias Federico, zeigte sich gegenüber n-tv jedoch gelassen. „Wir sind aus der Vergangenheit darauf konditioniert, auf die Speicherstände zu starren wie das Kaninchen auf die Schlange“. Als Deutschland noch ausschließlich mit Gas aus Pipelines versorgt wurde, sei der Füllstand der Gasspeicher entscheidend gewesen. Die Kapazität der Pipelines habe in der Heizperiode allein nicht ausgereicht, um die Versorgung sicherzustellen. Doch über die LNG-Terminals könne Deutschland mittlerweile flexibel mit Flüssiggas versorgt werden.
Von einer Krise oder einer drohenden Gasknappheit könne keine Rede sein. „Das System hat sich trotz des bislang sehr kalten Winters bestens bewährt.“


