Energieversorgung

LNG Terminal vor Rügen liefert erstmals Gas an die Ukraine

Am LNG-Terminal auf Rügen wird Flüssigerdgas erwärmt, regasifiziert und ins Gasnetz eingespeist. Jetzt gehört auch die Ukraine zu den Abnehmern.

Das Regasifizierung-Schiff (Floating Storage and Regasification Unit, FSRU) liegt im Hafen Mukran.
Das Regasifizierung-Schiff (Floating Storage and Regasification Unit, FSRU) liegt im Hafen Mukran.Stefan Sauer/dpa

Das LNG-Terminal vor Rügen liefert erstmals Gas an die Ukraine. Wie der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz mitteilte, hat sich das Unternehmen die Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) aus den USA über das LNG-Terminal von Deutsche ReGas gesichert.

Das LNG wird aus den USA bezogen und in Deutschland vom Multienergieunternehmen TotalEnergies geliefert, teilte das Unternehmen weiter mit. Nachdem das LNG von Deutsche ReGas wieder in Gas umgewandelt wurde, wird es über Pipelines durch Polen in die Ukraine transportiert.

Schwieriger Winter für die Ukraine: LNG-Lieferungen sollen helfen

„Die erste Lieferung von wiederverflüssigtem LNG aus Deutschland in die Ukraine wurde nur durch die professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Partner möglich“, sagt Ingo Wagner, Geschäftsführer der Deutschen ReGas. „Dieser Winter ist aufgrund der ständigen Beschießung der Gasinfrastruktur und der extremen Kälte der schwierigste seit Kriegsbeginn“, sagte Sergii Koretskyi, CEO von Naftogaz.

Zwei Wochen lang konnte wegen der teilweise zugefrorenen Ostsee kein Gas über Mukran fließen. Das Energie-Terminal „Deutsche Ostsee“ regasifizierte laut Regas von November bis Januar mit 12,9 Terrawattstunden (TWh) die größte Gasmenge aller schwimmenden LNG-Terminals in Europa. Mit 4,4 TWh sei über das Terminal auf Rügen im Januar zudem erneut die größte Gasmenge aller deutschen LNG-Terminals in das deutsche Fernleitungsnetz eingespeist worden.