Wirtschaft

Spitzenpositionen bleiben männlich geprägt

In deutschen Unternehmen sind mehr Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten vertreten. Doch der Aufwärtstrend stockt. Besonders die DAX-Konzerne zeigen, was möglich ist.

Der Anteil von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten stagniert. Nur wenige wie, Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, schaffen aufzusteigen.
Der Anteil von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten stagniert. Nur wenige wie, Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, schaffen aufzusteigen.Arne Dedert/dpa

Der Anteil von Frauen in den Spitzenpositionen hat sich in deutschen Unternehmen zuletzt kaum erhöht. Nach dem aktuellen Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) stagnierte der Frauenanteil in den Vorständen großer Unternehmen im Jahr 2025 bei rund 20 Prozent. Teils ging laut Studie der Anteil sogar leicht zurück. Damit setzte sich laut DIW der Trend der vergangenen Jahre vorerst nicht fort.

Besonders aufmerksam verfolgt wird die Entwicklung bei den DAX-Konzernen. Dort ist der Frauenanteil in den Vorständen und Aufsichtsräten in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen. Inzwischen liegt er laut dem Managerinnen-Barometer bei rund 32 Prozent und damit deutlich höher als in vielen anderen Unternehmensgruppen. Die DAX-Konzerne gelten damit weiterhin als Vorreiter, auch wenn sich zuletzt kaum noch Zuwächse verzeichnen ließen.

Aufstieg von Frauen ist kein Automatismus

Trotz der Stagnation fällt die Gesamtbilanz positiv aus. Seit Beginn der Erhebungen Mitte der 2000er-Jahre hat sich der Frauenanteil in den Führungsgremien großer Unternehmen erheblich erhöht. Zugleich zeigt eine begleitende DIW-Studie, dass Frauen in Führungspositionen Hierarchien durchlässiger machen können. Dies sei aber kein Automatismus. Entscheidend ist aus Sicht des DIW die tatsächliche Machtposition von Frauen. (mit dpa und epd)