Die französische Schauspielerin Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag unter Berufung auf ihre Stiftung. Zuvor war der ehemalige Filmstar mehrfach im Krankenhaus gewesen. Bardot wurde in den 1950er-Jahren mit Filmen wie „Und immer lockt das Weib“ oder „Die Verachtung“ international bekannt und zu einer zentralen Figur der französischen Popkultur.
Zuletzt hatte es wiederholt Spekulationen über Bardots Gesundheitszustand gegeben. Im Oktober unterzog sich Bardot in einer Privatklinik im Süden Frankreichs einer Operation. Ihr Büro hatte damals betont, es habe sich um einen kleinen Eingriff gehandelt, der „außerordentlich gut“ verlaufen sei.
Ende November gab es erneut Berichte über einen weiteren Klinikaufenthalt der Film-Ikone. Damals beruhigte ihr Management die Öffentlichkeit gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit den Worten: „Frau Bardot befindet sich in der Genesungsphase und es geht ihr gut. Das versichere ich Ihnen.“
Bardot widmete sich nach Filmkarriere dem Tierschutz
Brigitte Bardot stieg in den 1970er-Jahren nach einer 20-jährigen Karriere aus dem Filmgeschäft aus, um sich dem Tierschutz zu widmen. In den vergangenen Jahren war sie immer wieder durch ihre gesellschaftspolitischen Ansichten aufgefallen. So sorgte ihre Unterstützung für die Rechtspopulistin Marine Le Pen und den Front National in Frankreich immer wieder für Schlagzeilen.
Wegen rassistischer Beleidigung verurteilte ein Gericht in La Réunion die französische Ex-Schauspielerin im Jahr 2021 zudem zu einer Strafe in Höhe von 20.000 Euro, nachdem sie die Einwohner der Insel als „degenerierte Bevölkerung mit barbarischen Traditionen“ bezeichnet hatte. Die dort lebenden Menschen seien „Eingeborene, die die Gene der Wilden bewahrt haben“, schrieb sie in einem Brief an den Präfekten im März 2019, mit dem sie gegen angebliche Tierquälerei auf La Réunion protestieren wollte.
