Das Auswärtige Amt hat einen mutmaßlichen Verantwortlichen aus dem Umfeld der russischen Botschaft ausgewiesen, nachdem am Mittwoch eine mutmaßliche russische Spionin in Berlin festgenommen wurde. Die Frau sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.
Wie der Spiegel berichtete, bestellte das Auswärtige Amt den russischen Botschafter am Donnerstag zu einem Gespräch ein. Bei dem Treffen sei ihm mitgeteilt worden, dass der stellvertretende Militärattaché der Botschaft Deutschland umgehend verlassen müsse, da er in Wirklichkeit für einen der russischen Geheimdienste tätig sei und die festgenommene Spionin seit langer Zeit geführt haben soll.
Festgenommene Frau hatte Kontakte zur russischen Botschaft
Am Freitag wurde eine deutsch-ukrainische Staatsangehörige von Beamten des Bundeskriminalamts in Berlin festgenommen. Zugleich sei ihre Wohnung durchsucht worden.
Sie stehe im Verdacht, „für einen Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein“, so die Generalbundesanwaltschaft. Bei ihr und weiteren Beschuldigten fanden demnach Durchsuchungen in Brandenburg, Rheinland-Pfalz und München statt.


