„Volksrepubliken Donezk und Lugansk“

Mutmaßliche Unterstützer prorussischer Gruppierung in Brandenburg festgenommen

Zwei Männer werden beschuldigt, eine terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Die prorussische Gruppierung „Volksrepubliken Donezk und Lugansk“ soll Geld und Transporthilfen von ihnen erhalten haben.

Ein russischer Soldat in Luhansk
Ein russischer Soldat in LuhanskITAR-TASS/Imago

Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer einer terroristischen Vereinigung festnehmen lassen. Dabei handelt es sich den Angaben der Bundesanwaltschaft zufolge um den russischen Staatsangehörigen Suren A. und den deutschen Staatsangehörigen Falko H. Sie sollen der prorussischen Gruppierung „Volksrepubliken Donezk und Lugansk“ angehören.

Die Gruppe habe im Frühjahr 2014 die Kontrolle über die ukrainischen Verwaltungsbezirke Donezk und Lugansk beansprucht. Ziel sei die Loslösung der Ukraine gewesen, wobei die Gruppierung immer wieder auch Gewalt gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt haben soll.

Vereinsgelder von mehr als 14.000 Euro geleitet

Die beiden nun festgenommenen Männer sollen seit 2016 „herausgehobene Stellungen“ in einem Verein eingenommen haben, „der den Transport von Versorgungsgütern und Medizinprodukten, aber auch von Drohnen in den Donbass zugunsten von Milizionären der ‚Volksrepubliken Donezk und Lugansk‘ organisierte“, teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit.

Konkret hieß es, dass Suren A. Vereinsgelder von mehr als 14.000 Euro in die Gruppierung geleitet habe. Zudem habe er Gütertransporter für die dortigen Milizen finanziert. Falko H. soll mehrfach zu Gesprächen mit Vertretern der prorussischen Gruppierung in der Region Donbass gereist sein und Lieferaufträge entgegengenommen haben. „Zudem wirkte er regelmäßig an der Verteilung von Gütern vor Ort mit“, hieß es weiter.