Der amtierende Vorsitzende der FDP, Christian Dürr, hat angekündigt, auf seine erneute Kandidatur als Parteivorsitz zu verzichten. Wie eine Parteisprecherin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, will er stattdessen die Kandidatur von Wolfgang Kubicki unterstützen. Zuerst hatte die Bild-Zeitung berichtet.
„Ich habe keinen Zweifel daran, dass die FDP wieder erfolgreich sein wird. Die Voraussetzung ist eine geschlossene Formation. Ich leiste meinen Beitrag dazu und unterstütze Wolfgang Kubicki,“ so Dürr gegenüber dem Medium.
Kubicki stellt sich im Mai zur Wahl
Kubicki hatte am Samstag verkündet, Ende Mai für den Bundesvorsitz seiner Partei zu kandidieren. Zuletzt hatte der FDP-Bundesvorstand um den derzeitigen Vorsitzenden Dürr beschlossen, beim Parteitag im Mai geschlossen zurückzutreten. Dürr kündigte hatte jedoch angekündigt, wieder für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Dies zieht er jetzt zurück.
„Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen“, so Kubicki zu seiner Kandidatur am Samstag.
An der Kandidatur Kubickis regt sich jedoch auch Kritik. Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sagte:„Jetzt ist nicht die Zeit für persönliche Eitelkeiten oder späte Selbstvergewisserung, nur weil dafür Raum entsteht.“ Die FDP müsse von einer neuen Generation geführt werden, „nicht nur von alten Schlachtrössern“. Die Politikerin bekräftigte hingegen ihre Unterstützung für den nordrhein-westfälischen Landes- und Fraktionsvorsitzenden Henning Höne.
Die FDP hatte bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg herbe Verluste einstecken müssen. In beiden Bundesländern scheiterte die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde.


