Die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg gewonnen. Laut dem vorläufigen Endergebnis kommt die Partei auf 30,2 Prozent der Stimmen – knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent der Stimmen. Beide Parteien lieferten sich bis zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen, im Landtag werden sie mit jeweils 56 Sitzen gleich vertreten sein.
Drittstärkste Kraft in Baden-Württemberg wurde die AfD mit 18,8 Prozent. Die Partei konnte ihr Ergebnis von der Wahl 2021 fast verdoppeln und gewann 9,1 Prozentpunkte hinzu.
Baden-Württemberg: CDU kritisiert „Schmutzwahlkampf“ der Grünen
Mit 5,5 Prozent der Stimmen kann die SPD knapp in den Landtag einziehen. Im Vergleich zur letzten Wahl vor fünf Jahren müssen die Sozialdemokraten starke Verluste einstecken. Die Partei verlor 5,5 Prozentpunkte und halbierte sich so. Die AfD kommt im Landtag so auf 35 Mandate, die SPD auf 10. Insgesamt sind vier Parteien im neuen Landtag vertreten.
Nicht im Landtag vertreten sind FDP und Linke, beide Parteien verfehlten die Fünf-Prozent-Hürde. Für die FDP war dies das erste Mal in Baden-Württemberg, wo sie stets deutlich stärker abschnitt als im Bund. Die Linke hoffte, erstmals in das baden-württembergische Parlament einziehen zu können – verpasste diesen Schritt aber ebenfalls.
Sieben Prozent der Stimmen entfielen auf andere Parteien. Fast 16 Prozent der Wählerstimmen werden in der anstehenden Legislaturperiode gar nicht im Landtag vertreten sein.


