Wirtschaft

Energiepreise als Treiber: Inflation in Deutschland steigt deutlich

Die deutsche Inflation wird im März voraussichtlich auf 2,7 Prozent springen. Das ist vor allem auf die drastisch steigenden Energiepreise zurückzuführen.

Die steigenden Energiepreise treiben die Inflation in Deutschland hoch.
Die steigenden Energiepreise treiben die Inflation in Deutschland hoch.Christoph Soeder/dpa

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben im März 2026 deutlich angezogen. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen sie um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat – im Februar lag der Wert noch bei 1,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich Waren und Dienstleistungen um 1,1 Prozent. Energie wird vor allem im Hinblick auf Tanken und Heizen wieder spürbar teurer und treibt die Gesamtinflation nach oben.

Der Haupttreiber: Energie kostete 7,2 Prozent mehr als vor einem Jahr – der erste Anstieg dieser Komponente seit Dezember 2023. Die Kerninflation, also die Teuerung ohne die schwankungsanfälligen Bereiche Energie und Nahrungsmittel, blieb dagegen stabil bei 2,5 Prozent. Das zeigt, dass der Preissprung im März vor allem auf die Energiekosten zurückgeht. Nahrungsmittel verteuerten sich moderat um 0,9 Prozent. Der europäisch vergleichbare Harmonisierte Verbraucherpreisindex lag bei 2,8 Prozent.

Heizöl und Sprit als Preistreiber – auch in Berlin und Brandenburg

In Berlin stiegen die Verbraucherpreise im März um 2,5 Prozent, in Brandenburg um 2,8 Prozent, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Im Februar hatte die Teuerung in beiden Ländern noch bei rund zwei Prozent gelegen. Ursache waren auch hier die Energiepreise: plus 6,7 Prozent in Berlin, plus 8,5 Prozent in Brandenburg. Das Amt verwies auf gestiegene Preise für Heizöl und Kraftstoffe, bedingt durch den Krieg im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus. Ohne diese Komponenten lag die Teuerung in beiden Ländern unter zwei Prozent.

Die Aussichten für die kommenden Monate sind wenig ermutigend. Laut den am Montag veröffentlichten Ergebnissen der ifo-Konjunkturumfrage planen so viele Unternehmen mit Preiserhöhungen wie seit März 2023 nicht mehr. Der entsprechende Indikator stieg von 20,3 auf 25,3 Punkte. „Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. Die Unternehmen gäben steigende Kosten zunehmend an ihre Kunden weiter – über höhere Produktions- und Transportkosten schlage dies auf breiter Front auf Waren und Dienstleistungen durch.