USA

TikTok in USA vor dem Aus: Trump deutet Einigung an

In Madrid verhandelt derzeit eine US-Delegation mit China über die Zölle und andere strittige Themen. Im Fall TikTok könnte eine entscheidende Einigung erzielt worden sein.

TikTop App auf einem Smartphone
TikTop App auf einem SmartphoneTim Wegner/epd

Kurz vor dem Ablauf einer Frist zum Verkauf der Videoplattform TikTok in den USA hat US-Präsident Donald Trump angedeutet, dass eine Einigung zustande gekommen ist. In einem Post in seinem Onlinedienst Truth Social lobte er zunächst ein Treffen zwischen Vertretern aus China und den USA in Madrid, um dann hinzuzufügen: „Es wurde auch eine Einigung über ein ‚bestimmtes‘ Unternehmen erzielt, das die jungen Leute in unserem Land unbedingt retten wollten. Sie werden sehr glücklich sein!“

Kurz zuvor hatte US-Finanzminister Scott Bessent bereits eine mögliche Einigung im Fall TikTok angekündigt. Ein „Deal“ sei sehr nah, sagte Bessent am Montag in Madrid.

TikTok gehört dem chinesischen Konzern Bytedance; ein US-Gesetz verpflichtet das Unternehmen zum Verkauf der Plattform in den USA. Die Frist wurde mehrmals verschoben, aktuell läuft sie am Mittwoch ab. Trump hatte Bytedance zuletzt Mitte Juni weitere 90 Tage Aufschub gewährt, um einen Käufer in den USA zu finden. Andernfalls soll TikTok in den USA verboten werden.

In Madrid verhandelt derzeit eine US-Delegation mit China über die Zölle auf Importprodukte und andere strittige Themen. Hauptsächlich geht es um die hohen Zölle, die Trump verhängt hatte. Im Mai einigten sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, die Zölle zunächst zu reduzieren – seitdem werden auf Waren aus China in den USA 30 Prozent Zoll erhoben, umgekehrt sind es zehn Prozent auf US-Waren in China. Diese Einigung läuft im November aus.

Trump kündigte nun ein Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Freitag an. „Die Beziehungen sind nach wie vor sehr stark“, schloss er. (mit AFP)