Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat die Bereitschaft seines Landes erklärt, im Nahostkonflikt als Vermittler aufzutreten. Wie das Nachrichtenmagazin US News berichtete, knüpfte er dieses Angebot jedoch an eine klare Bedingung: Die Konfliktparteien müssten eine solche Mediation ausdrücklich anfragen.
Afrika erlebe bereits die Folgen der sich verschärfenden Lage im Nahen Osten, erklärte Ramaphosa an diesem Mittwoch laut der Finanzplattform Marketscreener. Konkret nannte der Präsident Belastungen für die Lieferketten sowie steigende Energiepreise als direkte Konsequenzen der Krise.
Steigende Ölpreise setzen Afrika unter Druck
Die Nervosität an den Rohstoffmärkten unterstreicht Ramaphosas Warnung. Der Brent-Ölpreis steht im Zusammenhang mit der Eskalation unter besonderer Beobachtung, da Störungen in der Region die globale Energieversorgung unmittelbar betreffen. Für viele afrikanische Staaten, die auf Energieimporte angewiesen sind, verschärfen höhere Preise bestehende wirtschaftliche Probleme zusätzlich.
Südafrika hat sich in der Vergangenheit wiederholt im Nahostkonflikt positioniert und dabei insbesondere die Rechte der palästinensischen Bevölkerung betont. Mit dem Vermittlungsangebot versucht Pretoria nun angesichts des Iran-Kriegs, eine aktivere diplomatische Rolle einzunehmen

