Die Talfahrt der Spritpreise in Deutschland ist vorerst beendet. Wie aus aktuellen ADAC-Daten hervorgeht, fielen die sogenannten Mittagssprünge am Montag so hoch aus wie nie seit Einführung der 12-Uhr-Regel: Diesel verteuerte sich zwischen 11.45 Uhr und 12.15 Uhr um 12,5 Cent pro Liter, Super E10 um 11,4 Cent. Nach dem Sprung kostete E10 im bundesweiten Schnitt 2,181 Euro, Diesel 2,385 Euro.
Noch am Sonntag hatte E10 im Tagesdurchschnitt nur 2,100 Euro gekostet, Diesel 2,293 Euro. Eine Woche zuvor war E10 etwa neun, Diesel knapp 15 Cent teurer gewesen. Das Inkrafttreten einer Waffenruhe im Iran-Krieg hatte dies ermöglicht.
Getrieben werden die Preise auch weiterhin vom Ölmarkt: Nach dem kürzlichen Scheitern der Verhandlungen zwischen USA und Iran im Nahostkonflikt und der angekündigten US-Seeblockade gegen iranische Häfen ist der Ölpreis wieder auf über 100 Dollar pro Barrel gestiegen.
Die Rekordsprünge an den Zapfsäulen treffen die Autofahrer kurz nachdem die Bundesregierung eine befristete Senkung der Energiesteuer um 17 Cent brutto pro Liter auf Diesel und Benzin verkündete. Die Maßnahme, die Verbraucher und Wirtschaft laut Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) um insgesamt 1,6 Milliarden Euro entlasten soll, gilt für zwei Monate. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet, dass die Mineralölbranche die Senkung an die Kunden weitergibt.

